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Der Altbau (links) kann frühestens in vier Jahren abgerissen werden. Daneben steht die neue Klinik.

Offenbach

Pläne für Klinik-Quartier

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Der Sana-Konzern investiert rund 100 Millionen Euro in das Sana-Klinikum in Offenbach. Der Magistrat legt dazu einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vor.

In den kommenden Jahren wird sich das Areal des Sana-Klinikums grundlegend ändern: Die Zufahrten für Patienten und Besucher sowie für Rettungswagen und Anlieferung werden verlegt, ein Fußweg wird durch das Gelände führen und ein Park soll entstehen. Am Donnerstag hat der Magistrat einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vorgelegt.

Es sei ein gutes Bekenntnis des Sana-Konzerns zum Standort Offenbach, sagt Stadtrat und Baudezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP). „Wir bekommen so Sicherheit, dass wir auch weiter eine attraktive Gesundheitsversorgung haben werden.“ 

Die Pläne lesen sich so, dass aus dem Klinik-Standort fast ein eigenes Quartier wird: Der Anlagenring kann durch den Umbau erweitert werden und das seit knapp acht Jahren weitgehend leerstehende alte Bettenhochhaus soll verschwinden. 

„Das alte Bettenhaus kann aber erst abgerissen werden, wenn der Neubau der Psychiatrie steht“, sagt Peter Lang, Projektleiter der Sana Immobilien Service GmbH. Der Grund: In dem Gebäude ist noch die Apotheke des Klinikums untergebracht. Erst wenn diese im Neubau der Psychiatrie ein neues Domizil gefunden hat, kann der Abriss des alten Gebäudes beginnen. Lang und Weiß rechnen mit einer Bauzeit von knapp zweieinhalb Jahren nach Genehmigung des Bauplans. Realistisch sei ein Abriss um das Jahr 2023, sagt Lang.

850 Quadratmeter Park

Die Psychiatrie wird als „fünfter Finger“ an das Hauptgebäude angebaut werden. Das neue Verwaltungsgebäude wird im westlichen Teil des Geländes errichtet. Die Pläne sehen vor, dass die Ecke Sprendlinger Landstraße / Starkenburgring zur Grünanlage umgebaut wird. Bisher bestehende Parkflächen und Praxisgebäude fallen dort weg, werden aber auf dem Gelände ersetzt. So soll der Wegfall der Stellplätze durch eine Erweiterung des Parkhauses im Westteil kompensiert werden. 

Für Fußgänger und Radfahrer wird ein Weg von der Beethovenstraße zum Starkenburgring angelegt werden, der gerade für Schulkinder die Anbindung zur Beethovenschule verbessern soll. Die Anfahrt für Patienten und Besucher wird dann ausschließlich von der Sprendlinger Landstraße erfolgen, der Zugang im Norden vom Starkenburgring für den motorisierten Verkehr wird geschlossen.

Wo heute noch das Bettenhochhaus steht, soll eine „Grüne Mitte“, ein rund 850 Quadratmeter großer Park samt Baumhain für den Stadtteil entstehen. Im Süden und Westen des Areals ist Wohnbebauung vorgesehen. „Wir sind da mit der GBO in Kontakt“, sagt Lang. Sollte die städtische Gemeinnützige Baugesellschaft den Zuschlag erhalten, so sei geförderter Wohnraum denkbar, bestätigt Weiß. Allerdings sei auch an temporäres Wohnen für Beschäftigte gedacht als Ersatz für das abgerissene alte Schwesternhaus, sagt Lang.

Mit acht Geschossen ist ein neues „Dienstleistungsgebäude“ im Westteil geplant. Um Erweiterungsflächen freizumachen, könnten die bisherigen Gebäude rund um das Erich-Rebentisch-Zentrum wegfallen. Dies sei aber nur eine „perspektivische Option“, betont Lang. „In nächster Zeit rücken keine Bagger an.“

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