Offenbach

Landeshilfe gefordert

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Die FDP will das Ledermuseum zukunftsfähig aufgestellt wissen. Die hoch verschuldete Stadt Offenbach könne das Museum nicht mehr wie bisher zu weiten Teilen selbst tragen.

Als „Stand jetzt“ bezeichnen die Offenbacher Freien Demokraten Meldungen, nach denen die Hessische Landesregierung einen erhöhten Zuschuss für das Deutsche Ledermuseum (DLM) an höhere Zuschüsse der Stadt Offenbach koppelt. Denn die hoch verschuldete Stadt zahlt jährlich 537 000 Euro, das Land hingegen nur 220 000 sowie ab und an Sonderzuschüsse – und der Bund gar nichts. Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) stellte in Aussicht, dass er sich für den Landeshaushalt 2020 dafür einsetzen will, dass das DLM „eine erhöhte Landesförderung erhält“. Das könne aber nur erfolgen, wenn auch Offenbach mehr Geld zahle.

Rhein wisse genau, dass der Stadt aufgrund von Schutzschirmbedingungen und Kommunalaufsicht sehr enge Grenzen gesetzt seien, teilt Oliver Stirböck, Fraktionsvorsitzender und FDP-Landtagskandidat mit.

Optimistisch stimmt ihn, dass die Landesregierung auf eine kleine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Jörg-Uwe Hahn konstatiert habe, „die gegenwärtige finanzielle und personelle Ausstattung“ des DLM müsse „optimiert“ werden. Das Ministerium akzeptiere mittlerweile den Finanzbedarf und vertrete deutlich offensiver auch die museumspädagogischen Notwendigkeiten einer Neuaufstellung. So antworte Rhein „die Ausstellungspräsentation stammt weitgehend aus den 1970er und 1980er Jahren. Sie entspricht damit nicht den Standards eines modernen Museums“.

Aus Sicht der FDP könne ein Haus mit seinem Anspruch als „Deutsches Ledermuseum“, in der Größenordnung und mit dieser weltweit bedeutenden Sammlung nicht im Wesentlichen weiter von der Stadt Offenbach finanziert werden. laf

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