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Die Fabrik ist weg: Es entstehen 310 neue Wohnungen.

Offenbach

Gefördertes Wohnen im Westend

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Die Pläne für das Kappus-Areal wurden konkretisiert. Die städtische GBO will 32 Wohnungen kaufen.

Um das Ziel von 30 neuen Wohnungen pro Jahr zu erreichen, erwirbt die Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach (GBO) 32 Wohnungen auf dem Gelände der mittlerweile abgerissenen Kappus-Seifenfabrik. Der Investor Kondor Wessels will auf den fast 26 000 Quadratmetern zwischen Ludwig- und Luisenstraße je 155 Eigentums- und Mietwohnungen errichten (die FR berichtete).

Nun hat die Stadt Details zu dem Verkauf an die GBO bekanntgegeben. So hat die kommunale Baugesellschaft mit Kondor Wessels einen Vertrag abgeschlossen, in dem festgehalten ist, dass der Investor die geförderten Wohnungen bis Anfang 2021 an die GBO übergibt. Darüber hinaus kauft die Baugesellschaft von Kondor Wessels auch das an die Kappus-Höfe angrenzende denkmalgeschützte Wohnhaus in der Luisenstraße 42, das 1881 errichtet wurde – laut Denkmaltopografie ein „gut erhaltenes Haus im spätklassizistischen Stil, das so in Offenbach nur noch selten zu finden ist“.

Planungdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) lobte in einer Pressenotiz die Vorgehensweise der GBO, von einem Investor neu errichtete Wohnungen als geförderte Wohnungen in den Bestand zu übernehmen. „Auf diese Weise können wir am schnellsten dringend benötigten günstigen Wohnraum in Offenbach zur Verfügung stellen“, so Weiß. Oberbürgermeister und GBO-Aufsichtsratschef Felix Schwenke (SPD) betonte, dass es ihm wichtig sei, dass bei großen Nachverdichtungsprojekten wie den „Kappus-Höfen“ auch geförderter Wohnraum entstehe.

Die Zielvorgabe der städtischen GBO, 30 neue Wohnungen im Jahr zu bauen, wurde zuletzt vergangene Woche bei einer Podiumsdiskussion zum Thema im Klingspor-Museum als zu niedrig kritisiert. GBO-Geschäftsführerin Annette Schroeder-Rupp hatte bei der Debatte gesagt, dass die Politik mehr Geld zur Verfügung stellen müsse, wenn mehr Wohnraum entstehen soll. fab

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