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Hier sollen die Feuchtwiesen entstehen.

Mainbogen Offenbach

Das Flussufer wird natürlicher

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Am Offenbacher Mainbogen wird ein naturnahes Areal mit Feuchtwiesen angelegt.

Wer den Main von Frankfurt-Fechenheim aus über den Arthur-von-Weinberg-Steg überquert, der (oder die) landet mitten im Offenbacher Mainbogen – einem von Wiesen, Feldern und Kleingärten durchzogenen Areal, das sich zwischen den Stadtteilen Bürgel und Rumpenheim erstreckt. Mittendrin: der idyllische und durch viele Blaualgen und Sumpfkrebse zu bescheidener – und zweifelhafter – Berühmtheit gelangte Schultheisweiher. Offenbachs Stadtverordnete haben am Donnerstag den Weg dafür frei gemacht, dass es am Mainbogen künftig noch etwas naturnaher zugeht und die Biotope zwischen Fluss und Weiher besser vernetzt werden: Direkt neben der Fußgängerbrücke nach Fechenheim soll am Flussufer eine großes Wiesenareal renaturiert werden.

Konkret ist dort eine „offene Auenlandschaft aus ganzjährig wassergefüllten Flutrinnen mit angrenzenden Röhrichtzonen und Feuchtwiesen“ geplant – so steht es im Projektbeschluss, gegen den nur die SPD votierte. Die Sozialdemokraten würden das Areal lieber an anderer Stelle anlegen und kleiner fassen und stattdessen Belegungsrechte für Sozialwohnungen kaufen.

Edmund Flößer-Zilz, Stadtverordneter der Grünen, bezeichnete den Projektbeschluss stellvertretend für die Rathauskoalition indes als „sehr gute Nachricht für die Artenvielfalt“. Das Areal ist Teil des Freiraumentwicklungskonzepts für den Mainbogen. Und es dient als Ausgleichsmaßnahme für Bauvorhaben rund um den im Umbau befindlichen Kaiserlei-Kreisel und für Baufelder an der Kaiserleipromenade, wo viel Boden versiegelt wird: Deshalb muss die Stadt die Kosten von 1,7 Millionen Euro – ursprünglich waren 1,1 Millionen angesetzt – auch nicht alleine tragen. Offenbach schafft mehr Ausgleichsfläche als benötigt, damit bei künftigen Bauprojekten solche Flächen nicht erst geschaffen werden müssen. Denn der Ausgleich muss vor dem Ende eines Bauprojekts geschaffen sein – darauf wies am Donnerstag Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) hin: „Wir sind in Eile“.

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