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Bäume auf dem parkähnlichen Areal im Nordend.

Offenbach

31 Bäume nicht zu retten

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Auf dem Johannes-Morhart-Spielplatz wird der Boden bis auf gut zwei Meter Tiefe abgetragen. Wie viel Bäume stehen bleiben können, ist noch unklar.

Wenn am Montag die Rodung der Bäume auf dem Gelände des Spielplatzes in der Johannes-Morhart-Straße im Offenbacher Nordend losgeht, dann werden mindestens 31 Bäume gefällt. Das teilte die Stadt Offenbach auf Nachfrage mit. Von den 47 Bäumen, die es im Frühjahr auf dem einzigen öffentlichen Rückzugsort im Nordend gab, stehen aktuell noch 42. Davon seien auch weitere 31 nicht zu retten gewesen, erläutert Jürgen Weil, Referent bei Stadtrat Paul-Gerhard Weiß (FDP).

Der Spielplatz ist seit 2015 geschlossen. Bei ersten Bauarbeiten wurde damals ein Kellergewölbe entdeckt, das mit Bauschutt verfüllt ist. Die Behörden gehen davon aus, dass dort zahlreiche Metallteile im Boden sind. Da nicht klar ist, ob es sich dabei etwa um eine alte Badewanne oder Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, muss nun der Boden auf dem gesamten Areal bis in eine Tiefe von mehr als zwei Metern abgetragen werden. Bei den zu fällenden Bäumen haben laut Weil Vorprüfung bereits eine Belastung mit Metall ergeben.

Wie viele der übrigen elf Bäume noch abgesägt werden, steht laut Weil noch nicht fest. Das werde von Mittwoch an in jedem Einzelfall geprüft, wenn der Kampfmittelräumdienst vor Ort ist.

Nach aktueller Planung wird die Neugestaltung des Areals insgesamt 2,2 Millionen Euro kosten – 1,6 Millionen Euro für die Sanierung und 558 000 Euro für den Neubau des Spielplatzes.

Wie der einmal aussehen wird, steht noch nicht fest. Dazu soll es laut Weil Anfang des Jahres einen Magistratsbeschluss geben. Offen ist auch noch, wie viele Bäume und welche Art von Bäumen nachgepflanzt werden sollen. Priorität habe nun zunächst der Spielplatz.

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