Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Noch schaut Restaurantbetreiber Eric Münch auf ein tiefes Loch vro dem Markthäuschen.
+
Noch schaut Restaurantbetreiber Eric Münch auf ein tiefes Loch vro dem Markthäuschen.

Offenbach Wilhelmsplatz

„Fast wunschlos glücklich“

  • VonFrank Sommer
    schließen

Die letzte Etappe der Sanierung des historischen Markthäuschens auf dem Offenbacher Wilhelmsplatz beginnt. Für einige Tage muss die Gaststätte daher schließen.

Reges Markttreiben herrscht auf dem Wilhelmsplatz. Am nördlichen Rand des Trubels, an der Bieberer Straße, liegt es wie ein Ruhepol: das Markthäuschen. Doch seit einigen Wochen ist das historische Gebäude zur Marktseite hin wieder mit Bauzäunen umgeben.

Wer einen Blick auf die Baustelle erhascht, schaut auf die freigelegten Mauern der Fundamente des Gebäudes „Dass hier endlich etwas getan wird, dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Eric Münch, Betreiber des Restaurants im Markthäuschen. Jahrelang habe er gekämpft, dass das denkmalgeschützte Gebäude saniert werde „Da das Frühjahr völlig verregnet war, bat ich, dass die Arbeiten an der Südseite, zum Markt hin, auf den Herbst verlegt wurden. So konnten wir das Sommergeschäft noch mitnehmen“, sagt der Gastronom.

An der Ostseite waren die die Kanalisationsrohre undicht und der Keller feucht „Immer wieder musste ich mit dem Veterinäramt verhandeln und die Räume vorzeigen“, sagt Münch. Seit 2004 betreibt er das Restaurant im Markthäuschen. „Die letze Sanierung war wohl Mitte der achtziger Jahre“, meint der 46-Jährige, „aber in den letzten Jahren verzögerte sich eine Entscheidung zur Sanierung seitens der Stadt immer wieder.“

Eine große Sache sei die Sanierung eigentlich nicht, sagt Werner Hinkelbein vom Liegenschaftsamt, da nur die Grundmauern gegen Feuchtigkeit isoliert würden. Mit den Arbeiten wurde die Firma Codema International beauftragt, die Erfahrung mit denkmalgeschützen Immobilen hat. Rund 410.000 Euro Kosten hat die Firma zu Beginn der Arbeiten prognostiziert. Münch äußerste sich skeptisch, ob diese Schätzung eingehalten werde, schließlich habe es beim Abtragen der alten Teerpappe an den Fundamenten Probleme gegeben. „Die Bauarbeiter mussten mit Schutzanzügen und Gasmasken herumlaufen, das wird sicher die Kosten steigern.“

Gastraum ist größer

Da diese Arbeit nun auch an der Südseite erfolgt, schließt der Gastronom sein Geschäft ab Montag für vier Tage. „Die mögliche Belastung kann ich meinen Gästen nicht zumuten“, sagt Münch, „auch wenn diese sich bisher nicht von den Bauzäunen haben abschrecken lassen.“ Pünktlich zum Markt am Freitag, 25. Oktober, eröffne sein Restaurant wieder.

Mit der Sanierung ging auch ein Umbau einher. Das Büro des Marktleiters liegt nun im Keller und die öffentlichen Toiletten wurden verkleinert und der Gastraum dadurch vergrößert, erklärt Hinkelbein. Fast 30 Plätze habe er so dazugewonnen, schätzt Münch. Ein Toilettenmann kümmere sich auf beiden Örtlichkeiten um die Sauberkeit. Die öffentliche Toilette sei zwar reduziert worden, bestehe aber weiter. Allerdings, und darauf legt Münch Wert, sei diese eigentlich nur zu den Marktzeiten geöffnet. Während der Bauarbeiten erfolgt der Zugang durchs Restaurant

Dass manche Marktbeschicker meinen, die Toiletten seien nicht ausreichend gekennzeichnet, ärgert den Gastronomen: „Das Gebäude ist denkmalgeschützt, ich darf nicht einmal einen Schaukasten mit meiner Karte hinhängen, wie sollte ich da ein großes Hinweisschild für die Toiletten anbringen?“ Damit der Hinweis mit dem Häuschen aus dem Jahre 1911 harmoniere, hat er ein Emaille-Schild mit der Aufschrift „Abort“ angebracht. Mit durchaus humorvollen Folgen, wie Münch lächeln erzählt: „Tatsächlich haben sich einige Stadtverordnete an mich gewandt und gefragt, was denn dieses Wort bedeute.“

„Wenn Anfang November die Arbeiten abgeschlossen sind, bin ich fast wunschlos glücklich“, sagt Münch, durch den Umbau und Platzgewinn brauche ich mein Personal für den Winter nicht zu reduzieren.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare