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Im EVO-Müllkraftheizwerk in Offenbach können bis zu 80000 Tonnen Klärschlamm verbrannt werden.
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Im EVO-Müllkraftheizwerk in Offenbach können bis zu 80000 Tonnen Klärschlamm verbrannt werden.

Stadt und Kreis Offenbach

EVO macht fettes Plus

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Der Energieversorger Offenbach zieht trotz Corona eine positive Bilanz. In den nächsten Jahren will das Unternehmen das Hochspannungsnetz ausbauen und bis Ende des Jahrzehnts aus der Kohle aussteigen.

Die vielen Stürme im Februar und März vergangenen Jahres haben dem Energieversorger Offenbach (EVO) geholfen, den Jahresüberschuss kräftig zu steigern. „Wind ist ein wichtiges Geschäft“, sagte der EVO-Vorstandsvorsitzende Christoph Meier. Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020 hat das Unternehmen einen Überschuss von 20,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Jahr zuvor waren es 13,9 Millionen Euro.

„Wir sind gut und differenziert aufgestellt. Der größte positive Effekt war aber der Wind. Das hat uns mehrere Millionen Euro eingebracht“, erklärte Meier. Und das, obwohl beim ersten Lockdown der Absatz im produzierenden Gewerbe um fünf Prozent zurückgegangen ist. „Wir schreiben schwarze Zahlen mit grünen Ideen“, sagte er.

Als Beispiele nannte der Vorstandsvorsitzende die Eröffnung des Rechenzentrums auf dem EVO-Gelände, das zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird.

Der Windpark „Rosskopf“ bei Jossgrund im Main-Kinzig-Kreis wurde in Betrieb genommen und die Modernisierung des Müllheizkraftwerks wurde im Winter 2020 abgeschlossen. „Dort werden künftig 80 000 Tonnen Rohklärschlämme im Jahr angenommen und nach einem Trocknungsprozess verbrannt“, erklärte Günter Weiß, Technikvorstand. Insgesamt investiert die EVO in laufende Projekte rund 250 Millionen Euro.

Das größte Projekt in den kommenden Jahren wird für die EVO der Ausbau des Hochspannungsnetzes in der Stadt und im Kreis Offenbach sein. Durch zahlreiche neue Wohnbaugebiete, mehr E-Mobilität, und mehr Homeoffice steigt auch entsprechend der Strombedarf. Weiß rechnet bei fünf großen Bauprojekten mit einem Investitionsvolumen von weit über 100 Millionen Euro.

Meier hob hervor, dass die EVO es in den vergangenen 20 Jahren geschafft habe, den Einsatz von Kohle im Heizkraftwerk am Nordring von 118 000 Tonnen auf rund 68 000 Tonnen im vergangenen Jahr zu reduzieren. Einen kompletten Ausstieg aus der Kohle hin zu einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen Alternative plant die EVO bis Ende des Jahrzehnts. „Die Hälfte des Weges haben wir schon geschafft“, sagte Meier.

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