Die Mannheimer MVV Energie AG, die die Mehrheit der EVO hält, will in den nächsten drei bis fünf Jahren 500 bis 700 Arbeitsplätze streichen und rund 100 neue schaffen. Unter dem Strich bleibt ein Verlust von 400 bis 600 Stellen.
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Die Mannheimer MVV Energie AG, die die Mehrheit der EVO hält, will in den nächsten drei bis fünf Jahren 500 bis 700 Arbeitsplätze streichen und rund 100 neue schaffen. Unter dem Strich bleibt ein Verlust von 400 bis 600 Stellen.

MVV Energie AG

EVO droht Jobverlust

  • Wiebke Rannenberg
    vonWiebke Rannenberg
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Die Konzernmutter der EVO will bis zu 700 Stellen streichen. Wie viele Arbeitsplätze an den MVV-Standorten Offenbach, Mannheim und Kiel abgebaut werden sollen, ist noch nicht klar.

Die Mannheimer MVV Energie AG, die die Mehrheit der EVO hält, will in den nächsten drei bis fünf Jahren 500 bis 700 Arbeitsplätze streichen und rund 100 neue schaffen. Unter dem Strich bleibt ein Verlust von 400 bis 600 Stellen.

Diese Zahlen, die in den vergangenen Wochen im Mannheimer Morgen und in den Kieler Nachrichten gestanden hatten, hat die Geschäftsleitung bisher nicht dementiert. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau informierte die Geschäftsführung die Belegschaft in zeitgleichen Betriebsversammlungenan den drei größten Standorten. Das sind neben der Energieversorgung Offenbach der Mannheimer Stammsitz und die Stadtwerke in Kiel.

Wie viele Arbeitsplätze an den einzelnen Standorten abgebaut werden sollen, ist noch nicht klar. Klar ist aber, dass nur die drei Standorte betroffen sind, die am derzeitigen Konzernumbau beteiligt sind. Dieser läuft unter dem Motto "Einmal gemeinsam". Am Standort Offenbach gibt es derzeit 880 Arbeitsplätze.

Kündigungen wird es wahrscheinlich nicht geben. Erst vor zwei Monaten hatten Betriebsräte und MVV-Vorstände ein Eckpunktepapier unterschrieben, in dem betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Somit könnten die Stellen mit Hilfe von Altersteilzeit oder anderen Möglichkeiten gestrichen werden.

Davon unabhängig laufen die Gespräche zwischen der Stadt Offenbach als EVO-Anteilseigner und der MVV weiter. Es müssen Lösungen gefunden werden, wie es weitergehen soll, wenn im Herbst der Bestandsschutz für die Offenbacher ausläuft. Er wurde vor zehn Jahren beim Verkauf der EVO-Mehrheit an die MVV unterschrieben.

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