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Der Innovationscampus Offenbach, das ehemaliges Gelände von Clariant.
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Der Innovationscampus Offenbach, das ehemaliges Gelände von Clariant.

Offenbach

Die Samson AG als Magnet für Unternehmen

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Stadt Offenbach verhandelt mit Interessenten über Flächen auf dem Innovationscampus. Parallel laufen die Vorarbeiten für Erschließung, Altlastenentsorgung und Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude.

Um das Marketing, muss sich Daniela Matha nicht mehr groß bemühen. Seit dem Bekanntwerden der Ansiedlung der Samson AG auf dem sogenannten Innovationscampus im Offenbacher Norden befindet sich die Geschäftsführerin der Stadtwerke-Gesellschaft Inno – Innovationscampus GmbH in vielen Gesprächen mit Interessenten für die verbliebene Fläche. Das sind 12,3 Hektar. 14,3 Hektar oder 143 000 Quadratmeter hat sich die Samson AG im Frühjahr gesichert. Der Ventilhersteller aus Frankfurt will in den kommenden Jahren mit rund 2000 Beschäftigten nach Offenbach ziehen.

„Es gibt eine gute Mischung aus Anfragen für kleine und große Flächen“, sagt Matha. Die größtmögliche zusammenhängende Fläche, die sie anbieten kann sind rund 30 000 Quadratmeter. Solche Flächen in der Stadt im Rhein-Gebiet seien ein Alleinstellungsmerkmal, betont Matha. Die Verhandlungen sind aber nur ein kleiner der Teil der vielen Aufgaben für die Inno-Geschäftsführerin und ihr Team auf dem insgesamt 36 Hektar großen Areal.

Die Verkehrsanbindung, der Rahmensanierungsplan für die Altlasten, ein Zwischennutzungskonzept des Areals für die Bürger:innen, die Sanierung der vier denkmalgeschützten Gebäude und die Abstimmungen und Planungen mit der Samson AG sind herausfordernd. „Es gibt keinen konkreten Zeitplan, weil wir viele Dinge parallel abarbeiten“, sagt Matha.

Die vier denkmalgeschützten Gebäude auf dem Areal werden saniert

Der Magistrat hat indes die Fortschreibung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für die nächste Stadtverordnetenversammlung vorgelegt, um planerische Anpassungen vornehmen zu können. „So können wir uns nach und nach auf verschiedene Rahmenbedingungen einstellen“, sagt Matthias Seiler, Bereichsleiter Stadtentwicklung und Städtebau bei der Stadt Offenbach. Wie etwa der Verkauf weiterer Flächen auf dem Gelände.

Und so kann die Stadt weiter Fördergelder vom Land Hessen im Rahmen des Programms „Stadtumbau in Hessen“ erhalten. „Auf die sind wir im besonderen Maße angewiesen“, betont Planungsdezernent Paul Gerhard Weiß (FDP).

Erschließungsarbeiten sollen ab dem Jahr 2023 beginnen

An den vier denkmalgeschützte Gebäuden auf dem Gelände haben bereits erste Unterhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen begonnen. Einem Verkauf gerade beim Grünen Haus und beim Badehaus steht Matha sehr skeptisch gegenüber. „Damit können wir besser beeinflussen, welches Stadtbild wir prägen wollen“, betont Matha. Das sei aber eine politische Frage.

Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) betonte, dass es durchaus Interessenten im Rahmen des Projekts Designpark gibt, die sich eine Nutzung der Gebäude vorstellen können.

Entsorgung der Altlasten soll die Stadt Offenbach fast nichts kosten

Was die Erschließung des Areals angeht, glaubt Matha, dass ab dem Jahr 2023 die ersten Arbeiten losgehen werden. Das Zwischennutzungskonzept soll schon Mitte 2022 umgesetzt werden. „Durch die frühe Vermarktung müssen wir jetzt richtig Gas geben“, sagt Matha. So wurden kürzlich die nächsten Grundwassermessstellen fertig gebohrt, um das Sanierungskonzept aufstellen zu können.

Die Hotspot-Sanierung, also die Flächen, die Samson erworben hat, kann davon fast unabhängig erfolgen. Den Aushub und die Entsorgung der giftigen Stoffe vom alten Chemiefabrikgelände muss die Stadt ausschreiben. OB Schwenke glaubt, dass die Kosten für die Stadt fast Null sein werden.

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