Offenbach

Wähler unter der Lupe

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Viele SPD-Wähler blieben bei der Landtagswahl im Oktober zu Hause. Die AfD holte zudem Stimmen der CDU. Dies zeigt eine Untersuchung.

Das Offenbacher Statistikamt hat die Wählerwanderung bei der Landtagswahl im Oktober unter die Lupe genommen.

Laut der Untersuchung hat die CDU gegenüber der vorangegangenen Landtagswahl mehr als 2 000 Wähler an die AfD verloren, aber auch 1 600 Wähler an die Gruppe der Nicht-Wähler. Zur SPD sind in Offenbach 800 Wähler der CDU abgewandert, zu den Grünen 600.

Die SPD hat laut Statistikamt vor allem Stimmen verloren, weil 5 300 Bürger, die sie 2013 noch gewählt hatten, gar nicht mehr zur Wahl gegangen sind. Wie Amtsleiter Matthias Schulze-Böing berichtet, sind direkte Wanderungsverluste von der SPD zu an anderen Parteien gering ausgefallen. „Interessant“ nennt er, dass die SPD 500 Wähler an die AfD verloren habe, von CDU der wiederum 800 gewonnen habe.

Die Grünen gewannen von der CDU 600 Wähler und von der SPD 400.

Die größten Gewinne erzielten die Grünen mit 1 700 Stimmen aus der Gruppe derjenigen, die bei der letzten Wahl nicht gewählt haben oder noch nicht wahlberechtigt waren.

Diese Gruppe ist auch bei der Partei „Die Linke“ das größte Reservoir für Zuwächse. 800 Wähler dieser Partei haben zuvor nicht gewählt.

Die AfD wurde mit 13,4 Prozent der Landesstimmen viertstärkste Partei in Offenbach. Ihre Wähler gewann die Partei laut der Wähleranalyse vor allem von der CDU. 2100 vormalige CDU-Wähler wählten im Oktober die rechtspopulistische AfD. Von ehemaligen SPD-Wählern bekam die AfD 500 Stimmen, in kleinerem Umfang haben auch ehemalige Grün-Wähler und Linke-Wähler die AfD gewählt. Die Mobilisierung vormaliger Nicht-Wähler spielte mit 400 Stimmen eine eher geringe Rolle. 

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