Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ein Blick in die Hauptbaugrube oberhalb der Mainstraße in Offenbach, von wo aus der Bohrer die Rohre Richtung Main und Kettelerstraße durch den Boden presst.
+
Ein Blick in die Hauptbaugrube oberhalb der Mainstraße in Offenbach, von wo aus der Bohrer die Rohre Richtung Main und Kettelerstraße durch den Boden presst.

Offenbach

Die große Hoffnung Mainaulass

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
    schließen

Die Stadt Offenbach erweitert ihr Kanalnetz, um Starkregenereignisse wie am Sonntag abfedern zu können. Auf ganz große Wassermassen kann jedoch keine Kanalisation ausgelegt werden.

Sprudelndes Wasser aus Gullideckeln am Wilhelmsplatz, eine überflutete Mainstraße sowie etliche vollgelaufene Keller und auch Tiefgaragen. Am vergangenen Sonntagnachmittag fielen in einer halben Stunde in einem sehr begrenzten Gebiet in Offenbach 60 Liter Regen auf jeden Quadratmeter.

„Für solche Wassermassen kann kein Kanalnetz ausgelegt werden – selbst Rohre mit mehr als zehn Metern Durchmesser könnten eine solche Menge in so kurzer Zeit nicht fassen und abtransportieren“, erklären die Stadtwerke Offenbach. In einem hoch verdichteten Boden wie in einer Großstadt, in dem zahlreiche weitere Versorgungsleitungen untergebracht werden müssen, wäre dafür auch kein Platz.

Über 160 Einsätze musste die Feuerwehr fahren und wurde dabei vom Technischen Hilfswerk unterstützt. Um solche Starkregenereignisse abzufedern, erweitert der Stadtservice der Stadtwerke Offenbach derzeit das Kanalnetz um einen besonderen Kanal. „Das Projekt ist voraussichtlich Anfang nächsten Jahres abgeschlossen und endet mit dem sogenannten Mainauslass“, teilen die Stadtwerke mit. Das Auslassbauwerk entsteht in Höhe des Innovationscampus neben der denkmalgeschützten Rohrbrücke. Unter anderem soll damit die Wahrscheinlichkeit der immer wieder auftretenden Überflutung in der Kettelerstraße vor der Ortseinfahrt nach Bürgel auf ein Minimum reduziert werden.

Wenn dann bei starkem Regen der Abwasserkanal vollläuft, fällt Wasser in einem Übergabebauwerk an der Kettelerstraße über eine Schwelle in den neuen Entlastungskanal mit einem Durchmesser von zwei Metern. Dieser soll dann das überschüssige Wasser direkt in den Fluss abführen und das Kanalsystem entlasten, das bis jetzt noch allein für den Abfluss des Wassers zur Verfügung steht.

„Als Reaktion darauf, dass statistisch in Offenbach insgesamt nicht mehr Regen fällt, aber häufiger Wolkenbrüche über dem Stadtgebiet niedergehen, wird in Offenbach fortlaufend die Kanalisation angepasst“, heißt es seitens der Stadtwerke. Allerdings dürfen die Abwasserrohre nicht zu groß sein. Sonst besteht das Risiko, dass sie in Zeiten ohne heftige Regenschauer nicht mehr ausreichend durchgespült werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare