Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Vor der Eröffnung des Sommerbaus werden noch letzte Arbeiten an Bühne ausgeführt.
+
Vor der Eröffnung des Sommerbaus werden noch letzte Arbeiten an Bühne ausgeführt.

Kultur in Hessen

Der Sommerbau in Offenbach feiert Premiere

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
    schließen

Die Vorstellungen im Freiluft-Theater am Kaiserlei in Offenbach beginnen am Sonntag. Das Gemeinschaftsprojekt von Mousonturm und Frankfurt LAB bietet ein pralles Programm.

Fanfaren werden an diesem Sonntag nicht am Kaiserlei in Offenbach erklingen. Doch die Eröffnung des Sommerbaus, ein temporäres Freilicht-Theater, das maximal bis zu 350 Personen Platz bietet, ist für Matthias Pees, Intendant und Geschäftsführer des Mousonturms in Frankfurt, auch ohne sie ein starkes Signal. Das Leben kehre auf die Bühne zurück, corona-konform an frischer Luft und mit einem starken Programm, etwa mit „Dionysos Stadt“, einer mehr als neunstündigen Theateraufführung.

In den vergangenen Wochen ist der vierstöckige Gerüstbau an der Ecke Kaiserleipromenade/Budapester Straße in die Höhe gewachsen. Inzwischen sind auch große, weiße Segel gesetzt, die die Besucherinnen und Besucher, die in Zweier-Logen getrennt voneinander sitzen, vor dem Wetter und Geräuschen von der Straße und dem nahen Bahngleis schützen werden. Der starke Regen in den vergangenen Tagen erschwerte den Gerüstbauern die Arbeit, bremste sie aber nicht. „Am Dienstag hat die Baubehörde der Stadt Offenbach das Gebäude abgenommen“, sagt Pees erleichtert.

Open Air

Der Sommerbau an der Ecke Kaiserleipromenade/Budapester Straße in Offenbach wird am Sonntag, 18. Juli, um 19 Uhr und 22 Uhr, mit „Der Struwwelpeter“ vom Ensemble Modern und Michael Quast sowie Sabine Fischmann von der Volksbühne im Großen Hirschgraben eröffnet. Die Vorstellung um 19 Uhr ist ausverkauft, für 22 Uhr gibt es noch Karten.

Das gesamte Programm im Sommerbau findet sich online auf einer gleichnamigen Webseite. Darüber können auch Eintrittskarten erworben werden.

Beim Kauf der Eintrittskarten gilt ein solidarisches Preissystem. Besucher:innen können sich für verschiedene Preiskategorien entscheiden. lad

www.sommerbau.net

Der Sommerbau, ein Gemeinschaftsprojekt des Künstlerhauses Mousonturm und des Frankfurt LAB, wird von diesem Sonntag an bis zum 23. Oktober bespielt werden, nicht nur von den beiden Partnern, auch von der Dresden Frankfurt Dance Company und von Spielstätten und Institutionen der Freien Szene in Frankfurt und Offenbach.

Die Premiere in dem Sommerbau, der in seiner Form an ein antikes Amphitheater erinnert, bestreiten das Ensemble Modern sowie Michael Quast und Sabine Fischmann von der Volksbühne im Großen Hirschgraben mit „Der Struwwelpeter“, einem Stück, das das 175 Jahre alte Kinderbuch ins 21. Jahrhundert befördert. Am Samstag machen alle Beteiligten eine Generalprobe, die erste in dem Open-Air-Theater. Am Sonntag sind zwei Aufführungen angesetzt, um 19 Uhr und 22 Uhr. Die erste Vorstellung ist ausverkauft, für die zweite gibt es noch Karten.

Nach diesem Premieren-Tag wird der Sommerbau für zwei Wochen schließen, denn es steht Großes bevor: Am Samstag, 31. Juli, feiert dort „Dionysos Stadt“, die vielfach ausgezeichnete Inszenierung von Christopher Rüping, im Rahmen der „Großen Frankfurter Dionysien in Offenbach“ in einer Frankfurter Fassung Uraufführung. Das monumentale Stück, das den Bogen der Götter-, Helden- und Menschheitsgeschichte von Zeus und Prometheus über Helena und Elektra bis zu heutigen Helden wie dem französischen Weltklasse-Spieler Zinédine Zidane spannt, dauert inklusive Pausen mehr als neun Stunden. Für die Münchner Kammerspiele inszeniert, muss es dem Freilicht-Theater angepasst werden. „Die zwei Wochen werden für die Proben benötigt“, erklärt Pees.

Danach geht es bis zum Herbst mit einem prall gefüllten Programm weiter. Unter anderem tritt Philipp Hochmair auf, vielen durch seine Rolle in der TV-Serie „Charité“ bekannt. Er gibt vom 11. bis 14. August seinen „Jedermann reloaded“, den Hugo von Hofmannsthal-Klassiker, der mit seiner ewig gültigen Frage besonders in die Pandemie passt: Was bleibt vom Leben, wenn es ans Sterben geht?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare