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Die Hygieneregeln müssen in Offenbach besonders gut eingehalten werden, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern.
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Die Hygieneregeln müssen in Offenbach besonders gut eingehalten werden, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Offenbach

Corona: Viele positive Tests an Schulen in Offenbach

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Offenbach hat die höchste Sieben-Tages-Inzidenz in Hessen und die niedrigste Impfquote. Gesundheitsdezernentin Sabine Groß macht sich Sorgen über die fehlende Impfbereitschaft.

Wie schon bei der ersten, zweiten und dritten Welle der Coronavirus-Pandemie ist Offenbach auch bei der vierten trauriger Spitzenreiter bei der Sieben-Tages-Inzidenz in Hessen. Am Montag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 220,8 pro 100 000 Einwohner - fast doppelt so hoch, wie vor einer Woche (119). Eine Unterscheidung zwischen Geimpften und Ungeimpften bei der Inzidenz gibt es noch nicht, ist aber in Arbeit, teilt das Presseamt mit.

Maskenpflicht verlängern

„Wir machen uns Sorgen über die sinkende Impfbereitschaft in Offenbach. Mit einer Impfquote weit hinter anderen Kommunen bei 53,9 Prozent können sich noch zu viele Menschen anstecken“, sagt Gesundheitsdezernentin Sabine Groß (Grüne). Selbst wenn man die rund 10 000 Genesenen dazu zählen würde, trete noch lange keine Herdenimmunität ein. „Deshalb sind wir aktiv mit mobilen Teams unterwegs, um viele Personen auch außerhalb des Impfzentrums zu impfen.“

Viele der positiv getesteten sind Schülerinnen und Schüler, die sich aktuell drei Mal die Woche in ganz Hessen testen lassen müssen. Den Vorteil zum vergangenen Jahr, als es ebenfalls viele Reiserückkehrer gab und sich im Sommer überall Leute getroffen hatten, sieht sie darin, dass es nun die Tests und die Maskenpflicht in den Schulen gibt. „Aus meiner Sicht sollten wir die Maskenpflicht nochmal verlängern, um das Risiko zu begrenzen“, sagt Groß, die am heutigen Dienstag mit dem Verwaltungsstab der Stadt Offenbach das weitere Vorgehen besprechen wird.

Durch die Tests rechnet sie zwar mit einem deutlichen Anstieg, hofft aber, die Weiterverbreitung des Virus eindämmen zu können. Das Gesundheitsamt hat wieder neue Stellen ausgeschrieben, um Kontakte besser nachzuverfolgen. Das ist bei aktuell 504 positiv getesteten Personen die größte Herausforderung. „Das allerwichtigste ist und bleibt, dass sich die Leute impfen lassen“, betont Groß. Man sehe, dass Kinder und Jugendliche jetzt betroffen sind. Und das sei die Gruppe, die während der Pandemie mit am meisten zurückgesteckt habe. „Die ganze Zeit war man solidarisch gegenüber den Älteren. Jetzt ist meine dringende Bitte, mit den jüngeren Solidarität zu zeigen.“ Mit einem Pieks in den Oberarm.

Lollitests in Kitas

In den Offenbacher Kindertagesstätten wird ab dieser Woche wieder der Lollitest für die Kleinsten angeboten. Der ist auf freiwilliger Basis. Die Eltern müssen ihr Einverständnis erklären. Die Kosten dafür trägt zur Hälfte das Land und zur Hälfte die Stadt. „Gut investiertes Geld“, findet Groß. Wie gut das allerdings angenommen wird, bleibt abzuwarten.

Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) sieht trotz der hohen Inzidenz eine andere Ausgangslage als vor einem Jahr. „Letztes Jahr im September gab es noch nicht mal für alle Menschen FFP2-Masken. Jetzt haben wir die Impfungen, die Tests, die medizinischen Masken. Wir haben für viele Bereiche die 3G-Regel und die FFP2-Maskenpflicht“, sagt der Oberbürgermeister. So sei es den Offenbacher und Offenbacherinnen möglich, sich zu schützen, aber auch einkaufen oder Essen zu gehen.

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