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Auch in Offenbach wird seit Donnerstag mehr geimpft.
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Auch in Offenbach wird seit Donnerstag mehr geimpft.

Corona in Hessen

Corona: Offenbachs Inzidenzwert wieder der höchste in Hessen

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Sieben-Tages-Inzidenz steigt in Offenbach rasant wegen privater Treffen. Die Stadt testet mehr und Gesundheitsdezernentin Groß wirbt für eine differenziertere Betrachtung.

Vor wenigen Wochen hat Sabine Groß (Grüne) noch gehofft, die Sieben-Tages-Inzidenz in Offenbach unter die so wichtige 50er-Marke zu drücken. Mittlerweile liegt sie nach Zahlen des städtischen Gesundheitsamts am Donnerstag bei 133,6. Damit ist Offenbach nach zuvor stetigem Rückgang wieder Spitzenreiter der Coronavirus-Infizierungen in Hessen. Genau wie zu Beginn der zweiten Welle im Herbst, als die Stadt lange mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 300 zu kämpfen hatte und im Dezember eine zweieinhalbwöchige Ausgangssperre verhängte.

„Die Infektionen erfolgten in fast der Hälfte der Fälle im privaten Bereich, also bei Treffen mit den Familien oder mit Freunden“, berichtet die Gesundheitsdezernentin. Von den insgesamt 334 Infizierten werden 46 derzeit in Krankenhäusern behandelt, drei davon sind in einem kritischen Zustand. Die Stadt hat derweil den ehemaligen Amtsleiter für Statistik Matthias Schulze-Böing als Sonderbeauftragten für statistische Corona-Auswertungen eingestellt.

Die Stadt hatte in den vergangenen Wochen bereits mit verschärften Quarantäneregeln wegen des Auftretens der ansteckenderen britischen Mutationsvariante bei sogenannten Gemeinschaftsunterkünften reagiert. So muss bei einem positiven Corona-Befund in einer Kita oder in der Schule die gesamte Gruppe beziehungsweise Klasse in Quarantäne. Zusätzlich wird in einem PCR-Variantentest überprüft, ob es sich um die britische Mutante handelt. Sollte dies der Fall sein, muss die betroffene Person sowie deren engste Angehörigen im gleichen Hausstand 21 Tage lang in Quarantäne. Diese Regel gilt aber erst einmal nur vorläufig bis zum 16. März.

Die Stadt hat überdies ihre Testkapazitäten in den vergangenen Tagen deutlich ausgeweitet. Waren in der letzten Februarwoche noch 232 Tests gemacht worden, waren es in der ersten Märzwoche 376. „Darunter sind natürlich auch Menschen, die positiv, aber symptomfrei sind“, sagte Groß. Das treibe die Sieben-Tages-Inzidenz ebenfalls nach oben.

Die Grünen-Politikerin fragt sich auch, ob die Inzidenzzahlen demnächst noch der entscheidende Gradmesser sein werden, wenn die vulnerablen Gruppen geimpft sind. Die Stadt hat die Kapazitäten im Impfzentrum seit Donnerstag deutlich ausgeweitet. 800 Personen können nun täglich geimpft werden. Dadurch sinke die Wahrscheinlichkeit, dass viele Menschen schwer erkranken, so Groß: „Ich bin mir relativ sicher, dass eine differenzierte Betrachtung zeitnah kommt.“

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