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Die Kitas in Offenbach werden wieder leerer sein ab Montag.
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Die Kitas in Offenbach werden wieder leerer sein ab Montag.

Offenbach

Corona: Offenbach verhängt Betretungsverbot für Kitas

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Notbetreuung in städtischen und freien Einrichtungen kann nur mit Nachweis des Arbeitgebers erfolgen. Grund für die Verschärfung sind die steigenden Ansteckungen unter Kindern und volle Kliniken.

In Offenbach müssen Eltern von Montag an ihre Kinder zunächst bis zum 30. April zu Hause betreuen. Am gestrigen Mittwoch hat die Stadt ein sogenanntes Betretungsverbot für Krippen, Kindertagesstätten, Horts und altersübergreifende Einrichtungen verhängt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Nur Eltern, die in der medizinischen und pflegerischen Versorgung, im Bereich der öffentlichen Sicherheit oder in systemrelevanten Berufen arbeiten, dürfen ihre Kinder in die Notbetreuung schicken. Das Gleiche gilt seit einer Woche im Kreis Groß-Gerau bis zum 18. April. „Das sind exakt dieselben Kriterien wie vor einem Jahr“, sagt Sabine Groß (Grüne).

In den Worten der Gesundheits-, Kinder- und Jugenddezernentin schwingt aufrichtiges Bedauern mit. „Wir haben es uns mit dieser Entscheidung nicht leicht gemacht, weil wir wissen, was wir damit den Eltern und auch und vor allem den Kindern erneut zumuten.“ Aufgrund der steigenden Inzidenz in der Stadt und des höheren Infektionsrisikos auch unter Kindern habe sich der Verwaltungsstab zu diesem Schritt gezwungen gesehen. Kinder tragen wegen ihres Alters keine Masken, und den Abstand immer zu wahren, ist nicht möglich. „Mit der britischen Virusvariante ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung unter Kleinkindern gestiegen und ebenso das Risiko, dass sich in der Folge die gesamte Familie des Kindes infiziert“, erklärt Groß.

Dadurch komme es zu schnell wachsenden Infektionsketten. Es habe schon Fälle in Kitas, aber auch bei Tagesmüttern gegeben. Während in der elften Kalenderwoche noch elf Kinder positiv auf das Coronavirus getestet wurden, waren es in der Osterwoche bereits 27.

Kliniken laufen voll

Insgesamt zählt die Stadt 778 Infizierte und hat eine Sieben-Tages-Inzidenz von 261 Fällen auf 100 000 Einwohner. Da deutlich mehr getestet wird und die britische Variante ansteckender ist, geht die Stadt trotz einer seit einer Woche geltenden Ausgangssperre davon aus, dass die Inzidenz weiter steigen könnte. „Wir haben jüngere Leute an Beatmungsmaschinen, bei denen wir nicht wissen, wie es ausgeht“, berichtet Groß. Die Kliniken gerieten an ihre Grenzen. Der Belegungsgrad auf den Intensivstationen im Rhein-Main-Klinikverbund lag am Mittwoch bei 90,5 Prozent, 35,4 Prozent sind Covid-19-Patienten. Am Dienstag hatten alle Kommunen und Kreise an einem Treffen mit dem hessischen Sozialministerium teilgenommen, um zu beraten, welche Schritte noch möglich sind, um die Kliniken zu entlasten. „Wir sind in einer ernsthaften Situation“, betonte Groß.

Seit dem 22. Februar war nach der Corona-Einrichtungsschutzverordnung der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in Kitas wieder zugelassen. Erst kürzlich hatte die Stadt die Eltern gebeten, die Kinder während der Osterferien nur in die Kita zu schicken, wenn es unbedingt sein muss. Jetzt folgt also die weitere Verschärfung.

Eltern, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen, zahlen Eltern- und Essensbeiträge im bestehenden Betreuungsumfang bis zu sechs Stunden. Bei nachgewiesenen Bedarf bis zu acht Stunden. Alle anderen Eltern bekommen das Geld für den nicht in Anspruch genommenen Zeitraum zurückerstattet.

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