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Im Labor werden Proben auch auf das Vorkommen von Mutationen untersucht.
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Im Labor werden Proben auch auf das Vorkommen von Mutationen untersucht.

Corona

Corona: 16 Fälle der britischen Variante in Offenbach

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Stadt Offenbach hat ihre Strategie für Altenheime, Schulen und Kitas angepasst. Die Impfung in Senioreneinrichtungen laufen gut.

Im Januar sind innerhalb kürzester Zeit 116 Menschen in einem Offenbacher Altenheim positiv auf das Coronavirus getestet worden, Bewohner:innen und Pflegepersonal. „Seit Freitag wissen wir, dass es neben der normale Variante auch die britische Variante gab“, sagt Bernhard Bornhofen, Leiter des Offenbacher Gesundheitsamtes. Bei einem bereits Ende Januar verstorbenen Bewohner der Einrichtung wurde die britische Variante B.1.1.7 nachgewiesen, die als deutlich infektiöser als die bisherige Form des Sars-CoV-2-Virus gilt. „Wir haben momentan 16 Fälle im System wo britische Variante steht, aber wo teilweise Sequenzierungen ausstehen, die in verschiedenen Stadien der Bearbeitung sind“, berichtet Bornhofen.

Die Stadt Offenbach hat deshalb ihre Test- und Quarantänestrategie an die neuen Erkenntnisse angepasst. Wenn in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen oder Altenheimen jemand positiv auf das Coronavirus getestet wird, wird die gesamte Gruppe vorläufig unter Quarantäne gestellt. Dann würde im Labor ein PCR-Test auf die Mutation angefordert werden. Die sind zu 95 Prozent genau. In ein bis zwei Tagen könnte das Ergebnis feststehen. Sollte der Test positiv sein, müssen alle Betroffenen plus deren Angehörigen in eine Quarantäne von 14 Tagen. Dann würden alle noch einmal getestet.

Viele Impfungen in Heimen

Für den eindeutigen Nachweis der Virusvarianten wird in den Laboren zusätzlich eine Vollsequenzierung des Virus-Genoms vorgenommen. Bis das Ergebnis feststeht, kann eine ganze Woche vergehen, sagt Bornhofen. Beim Verstorbenen in Altenheim waren es über vier Wochen. „Um diese Sequenzierung, zu machen, braucht man relativ viel Virusmaterial, das im Menschen nachweisbar ist“, erklärt Bornhofen die Problematik. Wenn jemand ganz zu Beginn oder am Ende der Infektion den Test mache, habe die Untersuchung keinen Zweck. Hoffnung macht dem Leiter des Gesundheitsamtes, dass in den Altenheimen ein hoher Grad an Durchimpfungen erreicht worden ist- und auch schon zum Teil die Zweitimpfungen durch sind.

Die Öffnung von Kindertagesstätten für alle und den Beginn des Wechselunterrichts seit gestern sieht Gesundheitsdezernentin Sabine Groß (Grüne) als ein gewisses Risiko. „Ich halte das in Abwägung der Rechtsgüter für vertretbar“, sagt sie. Wenn sich herausstelle, dass Kinder das Virus oder die Mutanten stärker übertragen – was derzeit nicht der Fall sei –, dann müsse man neu überlegen. Die neuen Regelungen gelten erst einmal bis zu den Osterferien. Angesichts der Sieben-Tage-Inzidenz von 62,9 Fällen pro 100 000 Einwohner erklärte Groß: „Wir müssen wesentlich runter.“

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