Offenbach

Friedhof für Tiere kommt nach Bürgel

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Das Offenbacher Stadtparlament macht den Weg für die Einrichtung eines Tierfriedhofs neben dem bestehenden Friedhof frei.

Die Stadt Offenbach bekommt nach jahrelanger Diskussion ihren ersten Tierfriedhof. Zumindest ist der Weg für die Einrichtung eines solchen frei: Die Stadtverordneten haben am Donnerstag vor allem mit den Stimmen der Koalition einer entsprechenden Magistratsvorlage zugestimmt. Der Friedhof soll auf einem ungenutzten Randstück des Erweiterungsteils des Friedhofs Bürgel eingerichtet werden. Private Initiativen oder Organisationen sollen sich für den Betrieb des Friedhofs bewerben können.

Bürgermeister Peter Freier (CDU) wies darauf hin, dass das Grundstück nicht für die Bestattung von Menschen benötigt werde, da die Zahl der Erdbestattungen in den letzten Jahren massiv zurückgegangen sei. Und der Bedarf eines Tierfriedhofs werde „von niemandem in Abrede gestellt“. Die Pfarrerin der Schlossgemeinde Rumpenheim, Kirsten Lippek, hatte Anfang der Woche bei einer Diskussionsveranstaltung darauf hingewiesen, dass ein solcher Friedhof für viele Menschen wichtig sei, um über den Tod ihres Tieres hinwegzukommen – darauf hat der Offenbacher Tierschutzverein schon häufig hingewiesen.

Die SPD-Fraktion scheiterte im Stadtparlament mit einem Änderungsantrag zum Thema: Die Partei hatte vorgeschlagen, den Tierfriedhof in der Nähe des Tierheims anzulegen – unter anderem, weil der Tierfriedhof dann nicht an einen Menschenfriedhof grenze. Freier wies darauf hin, dass man „eine Hecke und einen geschlossenen Zaun“ zwischen den Friedhöfen plane. fab

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