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Kultur

Buntes Programm zum jüdischen Leben in Offenbach

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Stadt Offenbach plant im Rahmen des Jubiläumsjahrs 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland ein Open-Air-Festival, einen digitalen Stadtplan und viele andere Veranstaltungen.

Seit Ralph Ziegler Amtsleiter für Kultur ist, und das sind immerhin schon zwölf Jahre, hat Offenbach noch nie so einen hohen Förderbetrag für ein Projekt erhalten. 150 000 Euro gibt es vom Bundesinnenministerium im Rahmen des Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ für das große und bunte Programm, das die Stadt in diesem Jahr geplant hat.

„Durch die umfangreiche Förderung können wir ganz unterschiedliche Veranstaltungen und Formate umsetzen und zeigen, welche Bedeutung jüdisches Leben für Offenbach hat“, sagt Oberbürgermeister und Kulturdezernent Felix Schwenke (SPD). Das Amt habe jährlich sonst nur ein Budget von 500 000 Euro.

Unter dem Motto: „Reichtum der Gemeinschaft – Jüdisches Leben in Offenbach“ will das Kulturamt nicht nur etwas rein Historisches abbilden, „sondern Vitalität von heutiger jüdischer Kunst und Kultur einbinden“, sagt Ziegler. Zusammen mit dem Klingspor-Museum und dem Haus der Stadtgeschichte hat das Kulturmanagement jede Menge Veranstaltungen geplant – immer unter dem Vorbehalt, dass die Coronavirus-Pandemie das zulässt. Mit der jüdischen Gemeinde in Offenbach war die Stadt bereits zwei Mal in Gesprächen, wie Ziegler mitteilte.

Im Zentrum steht ein Open-Air-Festival am 22. und 23. Juli, einem Donnerstag und Freitag. Da am Freitagabend mit Sonnenuntergang der Shabbat, die Zeit der Ruhe beginnt, hat die Stadt das Festival nicht aufs Wochenende gelegt. Es sollen Künstlerinnen und Künstler eingeladen werden, die in der Innenstadt und im Büsingpark Musik, Performances, Tanz oder künstlerische Interventionen aufführen werden.

Konzert im Capitol

Ein digitaler Stadtplan soll bekannte und unbekannte Orte jüdischen Lebens aus der Vergangenheit und Gegenwart vorstellen. Ein Konzert mit Orchesterwerken jüdischer Komponisten aus den 1910er- und 1920er-Jahren im Capitol ist für November geplant. Eröffnet wird das Programm am Sonntag mit dem Aufhängen von Fahnen aus der Chagall-Bibel im Rathausfoyer. Die Ausstellung „Marc Chagall – Die Bibel. Ein Meisterwerk des französischen Malerbuchs“ ist im Haus der Stadtgeschichte an diesem Wochenende mit Anmeldung (Telefon 069/806 526 46) zu sehen, ehe es aufgrund der Corona-Bestimmungen schließen muss.

Das Museum plant eine Ausstellung aus der Kunstsammlung von Siegfrid Guggenheim für den 25. und 26. September. Das Haus der Stadtgeschichte hat die Text-Ton-Bild-Collage mit performativen Elementen „Auf der Suche nach der Frau im grünen Kleid“ auf den 10. und 11. September gelegt – in der Hoffnung, dass Publikum dabei sein darf.

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