Büros statt Arena

Wirtschaft sieht Kaiserlei-Planung skeptisch

Die IHK Offenbach äußert sich skeptisch über den Plan einer Multifunktionshalle am Kaiserlei. Die Diskussion darüber dürfe den greifbar nahen Umbau des Verkehrsknotenpunkts nicht gefährden, schreibt IHK-Präsident Alfred Clouth in einer Mitteilung.

Er verweist auf den in Vorbereitung befindlichen Masterplan Stadtentwicklung Offenbach von Stadt und IHK. „Er wird helfen, die Gewerbeflächen zu vermarkten und weitere Unternehmen von der Standortqualität Offenbachs zu überzeugen,“ so Clouth, „deshalb sollten wir die Filetgrundstücke am Kaiserlei nicht leichtfertig mit einer anderen Nutzung belegen.“ Er fordert Offenbach und Frankfurt auf, das Gewerbegebiet Kaiserlei gemeinsam als hochwertigen Gewerbestandort zu entwickeln. Durch den Autobahnanschluss und die Nähe zur neuen Europäischen Zentralbank sei der Kaiserlei einer der Premium-Gewerbestandorte in der Region. Beide Städte sollten ein Interesse an einer Nutzung mit hoher Wertschöpfung haben.

Die Grundlage dafür sei der zügige Umbau des Kreisels zu einem leistungsfähigeren Verkehrsknoten. „15000 potenzielle Gäste der geplanten Arena könnten das Verkehrsnetz im Kaiserleigebiet überlasten und damit auch die Attraktivität des Standortes mindern.“ Das Thema Verkehr sei schon heute ein Problem für die dort ansässigen Unternehmen.

Deshalb äußert sich Clouth skeptisch, ob eine Multifunktionshalle die richtige Nutzung für den Kaiserlei sei. Er weist darauf hin, dass eine hochwertige Büronutzung nicht nur mehr Arbeitsplätze bringe, sondern auch mehr Gewerbesteuereinnahmen. (sia.)

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