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Peter Janat (links) und Garten- und Landschaftsbaumeister Daniel Wiljotti in einem der Feuchtgebiete, das dem Bau zum Opfer fallen würde.
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Peter Janat (links) und Garten- und Landschaftsbaumeister Daniel Wiljotti in einem der Feuchtgebiete, das dem Bau zum Opfer fallen würde.

Offenbach

BI dringt auf Planungsstopp

Das Planungsdezernat der Stadt Offenbach hält an der Bebauung des Gebiets Bieber-Waldhof West fest. Die BI beklagt, dass zwar von Klimaschutz geredet wird, aber das letzte Frisch- und Kaltluftentstehungsgebiet verschwinden soll.

In der vergangenen Sitzung hat das Offenbacher Stadtparlament das neue Klimaschutzkonzept 2035 genehmigt. Einstimmig. „Wer ein integriertes Klimaschutzkonzept mit einem Freiraumkonzept will, sollte keinesfalls unmittelbar vorher die Freiräume zubetonieren“, fordert die Bürgerinitiative „Natür(lich) Bieber-Waldhof“. Sie dringt weiterhin auf den Planungsstopp der avisierten 600 Wohnungen und der Kita zwischen dem Stadtviertel Waldhof und der Würzburger Straße. Der Entwurf des Düsseldorfer Architektenbüros von „Rheinflügel Severin“ sieht vor, nur einen Teil des Planungsbereichs – vor allem Äcker – dicht zu bebauen, um so Biotope wie etwa ein Eichenwäldchen oder Streuobstwiesen zu erhalten.

„Damit würde trotzdem das letzte Frisch- und Kaltluftentstehungsgebiet in Offenbach verschwinden“, beklagt Peter Janat, Sprecher der Bürgerinitiative (BI), die mittlerweile 400 Mitglieder hat. In allen größeren Parteien gebe es Politiker, die zwar der Koalitionsdisziplin gefolgt seien, aber inhaltlich eher auf Seite der BI stünden. „Die Grünen sagen: Eigentlich wollen wir keine Neubaugebiete, aber das machen wir jetzt noch“, kritisiert Janat.

Bis Anfang 2023 will die Stadt die Grundstücksverhandlungen in Waldhof-West abgeschlossen haben. „Daran halten wir auch fest“, heißt es aus dem Planungsdezernat. Danach soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. 2025 könnte dann Baurecht vorliegen, schätzt Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP). Janat hofft, dass nach der Kommunalwahl eine Partei sich auf die Seite der BI stellt und den Planungsstopp forciert. Auch, um Wähler für sich zu gewinnen. „Sonntagsreden und Beschlüsse zum Thema Klima-, Natur- und Artenschutz ohne konsequente Umsetzung schaffen eine Vertrauenslücke zwischen Politik und Wähler:innen, die sich nur schwer schließen lässt“, sagt Janat.

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