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Jannik (links) und Henry schmökern.
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Jannik (links) und Henry schmökern.

Stadtbibliothek

Bücher für alle Jahrgänge

  • Sigrid Aldehoff
    VonSigrid Aldehoff
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Stadtbibliothek gibt Broschüre für Schulen heraus und unterstützt bei Referaten.

Celina und Melissa sitzen auf dem Sofa in der Stadtbücherei und stecken mit wohligem Schauder die Köpfe über einem Buch zusammen. „Uaahh, mach das weg“ , rufen sie oder „oh je, die armen Menschen“. Es ist keine leichte Kost, die sie da aus dem Regal gezogen haben: „Atlas der Naturkatastrophen“, heißt der Bildband. Aber sie lesen auch Hexe Lili und viele Sachbücher, erzählen die beiden lebhaft.

Die Mädchen haben gestern mit ihren Schulkameraden aus der zweiten Klasse der Friedrich-Ebert-Schule am „Curriculum zur Förderung von Lese-, Informations- und Medienkompetenz“ in der Stadtbibliothek teilgenommen. Ziel ist es vorrangig, die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen beim Umgang mit den Medien herzustellen.

Denn nicht alle Kinder gehen so selbstverständlich mit Büchern um wie Celina und Melissa. Oder wie Alexander, der sich sofort mit einem Harry Potter Buch in eine Ecke verzieht und stolz erzählt, dass er sie alle kennt. Oder Marie, die immer nach der Geigenstunde mit ihrer Mama in die Bücherei geht und im Monat etwa zehn Bücher liest. „Wir wollen mit unserem Curriculum sicher stellen, dass alle Kinder die Chance haben, die Bibliothek zu nutzen, auch wenn sie von den Eltern nicht dazu angehalten werden“, sagt Sonja Elfe, Leiterin der Kinderbibliothek.

Zwar hat die Bücherei auch bisher schon Klassenführungen angeboten und je nach Alter Ausleihe oder Recherche geübt. Jetzt liegt aber dieses Angebot übersichtlich nach Jahrgangsstufen gegliedert als Heft mit dem Titel „Curriculum zur Förderung von Lese-, Informations- und Medienkompetenz“ vor. Es richtet sich an die Lehrer der Offenbacher Schulen und beschreibt, was den Schülern jedes Jahrgangs in der Bibliothek vermittelt werden kann. Dazu gehört zunächst auch die Medienrecherche. Das Angebot wird aber in Jahrgang 10 auch auf die Präsentationsprüfung für den Realschulabschluss ausgeweitet - mit der Bewertung von Internetseiten, Recherchestrategien und -techniken. Gleiches gilt für die Facharbeit in der gymnasialen Oberstufe. Auch hier helfen die Büchereimitarbeiter bei der Materialbeschaffung, gegebenenfalls auch über die Fernleihe. Besonders glücklich hatten sie damit den Schüler eines Gymnasiums gemacht, der mit seinem komplizierten Thema nicht zurechtkam, für den aber eine Mitarbeiterin eine Facharbeit genau zu diesem Thema aus einer anderen Bibliothek bestellte.

Das Heft mit Vorstellung des Curriculums soll nun an alle Schulen verschickt werden. „Wir gehen auch zur jeweiligen Fachkonferenz und stellen unser angebot vor“, sagt Claudia D’Amico, Leiterin der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle, die Lehrer können eine solche Führung aber auch selbst mitmachen. Am liebsten wäre es den Organisatorinnen, wenn die Schulen ihre Jahrgänge geschlossen schicken würden. Denn auch hier gilt es die Chancengleichheit herzustellen: Es dürfte nicht vom Lehrer abhängen, ob die einen die Angebote für Referate oder Prüfungen in der Bücherei kennen und die anderen sich alleine durchkämpfen müssen.

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