In der Stadt und im Kreis Offenbach tauchen gerade immer mehr gefälschte Geldscheine auf. Seit Anfang der Woche hat die Polizei mehr als 50 falsche 20-Euro-Scheine aus dem Verkehr gezogen. Die Blüten sind so gut gemacht, dass sie meistens erst entdeckt werden, wenn sie bei einer Bank eingezahlt werden und und dort maschinell auf ihre Echtheit geprüft werden.
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In der Stadt und im Kreis Offenbach tauchen gerade immer mehr gefälschte Geldscheine auf. Seit Anfang der Woche hat die Polizei mehr als 50 falsche 20-Euro-Scheine aus dem Verkehr gezogen. Die Blüten sind so gut gemacht, dass sie meistens erst entdeckt werden, wenn sie bei einer Bank eingezahlt werden und und dort maschinell auf ihre Echtheit geprüft werden.

Falschgeld

Blütenlese in Offenbach

In Stadt und Kreis Offenbach sind Dutzende gefälschter 20-Euro-Scheine aufgetaucht. Die Polizei vermutet eine professionelle Bande hinter den sehr gut gemachten Blüten. Von Maurice Farrouh

Von Maurice Farrouh

Es sieht nach einem groß angelegten Coup berufsmäßiger Krimineller aus: In der Stadt und im Kreis Offenbach tauchen gerade immer mehr gefälschte Geldscheine auf. Seit Anfang der Woche hat die Polizei mehr als 50 falsche 20-Euro-Scheine aus dem Verkehr gezogen.

Die Blüten sind so gut gemacht, dass sie meistens erst entdeckt werden, wenn sie bei einer Bank eingezahlt werden und und dort maschinell auf ihre Echtheit geprüft werden.

"Die Fälschungen sind leider sehr gut gemacht. Die Scheine fühlen sich echt an und sehen bis auf kleine Details auch täuschend echt aus", sagt Polizeisprecher Henry Faltin. Hinzu komme, dass viele Händler bei 20-Euro-Noten nicht so genau hinschauten. "Fünfziger und größere Scheine werden in vielen Geschäften routinemäßig unters UV-Licht gehalten, um Fälschungen zu erkennen. Bei Zwanzigern kommt das seltener vor. "

Der Perlglanzstreifen fehlt den Blüten

Die aktuellen Blüten sind an zwei Merkmalen zu erkennen: Das Wasserzeichen, das bei echten Scheinen nur gegen das Licht zu sehen ist, haben die Fälscher bei den Blüten nur aufgedruckt. Anders als beim Original ist es somit immer erkennbar. Außerdem fehlt den gefälschten Scheinen der sogenannte Perlglanzstreifen, der, ins Licht gehalten, perlmuttfarben reflektiert. Beim 20-Euro-Schein zieht er sich neben der Abbildung der Brücken in der Mitte des Scheins von oben nach unten.

Die Polizei rechnet damit, dass die bisher aufgetauchten Scheine erst der Anfang der Falschgeldwelle sind. "Wer den Aufwand betreibt, um solch professionelle Fälschungen herzustellen, druckt dann nicht nur ein paar Dutzend Scheine", sagt Faltin.

Nachdem die Fälschungen zunächst nur in Offenbach aufgefallen waren, sind inzwischen auch Fälle in Neu-Isenburg, Dietzenbach, Mühlheim und Maintal gemeldet worden. Die Ermittler vermuten eine professionelle Bande hinter der Serie. "Wir glauben nicht, dass eine Person allein über das nötige Fachwissen verfügt." Dass Offenbach "das Epizentrum" der Fälschungsserie sei, heiße nicht, dass die Scheine auch hier hergestellt worden seien.

Bei den Offenbacher Einzelhändlern haben die Blüten bislang keine übermäßige Besorgnis ausgelöst. "Wir sind bislang nicht an Falschgeld geraten", sagt Gabriele Vogl, Inhaberin des Bio-Ecks in Bürgel. In den nächsten Tagen werden sie und ihre Mitarbeiterinnen aber vorsichtig sein, wenn sie 20-Euro-Scheine annehmen. Ähnliches berichten auch die Einzelhändlergemeindschaft Treffpunkt und das Einkaufszentrum KOMM.

Wer eine Blüte annimmt, muss sie der Polizei übergeben. Ersatz für die Fälschung gibt es nicht.

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