Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das Gelände an der Schleussnerstraße gilt als Schandfleck.
+
Das Gelände an der Schleussnerstraße gilt als Schandfleck.

Neu-Isenburg

Ein bisschen Lebensmittel-Luxus

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
    schließen

Ein neuer Rewe-Markt an der Schleussnerstraße soll die dortige hässliche Ecke zur Siemenstraße aufwerten. Zuerst aber müssen chemische Altlasten einer Wäscherei aus den 60er Jahren aus dem Erdreich entfernt werden. Das kann zehn Jahre dauern.

Wenn Bürgermeister von Schandflecken in der eigenen Stadt reden, dann liegt meistens wirklich etwas sehr im Argen. Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) war die Freude über die zu verkündende gute Nachricht jedenfalls deutlich anzumerken: Einer der wohl scheußlichsten Orte der Stadt, die Ecke Schleussner-/Siemensstraße, wird ihn in Zukunft nicht mehr mit ihrem Anblick quälen. „Die Gespräche liefen seit Jahren“, seufzt Hunkel.

Bisher steht dort am westlichen Ortseingang ein ziemlich heruntergekommenes Gebäude mit einem Rewe-Supermarkt, einer geschlossenen Pizzeria und einem Spielsalon; der Rest des Geländes wird als Parkplatz genutzt. Im Boden schlummern zudem Altlasten von der chemischen Reinigung, die hier in den 60er Jahren arbeitete.

Jetzt plant die Firma „Schoofs Immobilien“ hier auf dem jetzigen Parkplatz einen neuen Rewe-Markt mit 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche, dazu eine Filiale der Drogeriekette DM mit 500 Quadratmetern und Büroräume im Obergeschoss. Das alte Gebäude wird abgerissen, Boden und Grundwasser werden saniert.

1,5 Millionen Euro soll allein die Sanierung kosten und etwa zehn Jahre dauern. Ein Grundstücksstreifen von 2,50 Meter Breite wird vorgehalten, falls die Siemensstraße irgendwann einmal um eine Fahrspur verbreitert werden sollte.

Die Stadtverordnetenversammlung hat dem sogenannten „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ in dieser Woche zugestimmt. Damit könne die Stadt Einfluss auf die Gestaltung des neuen Gebäudes, die Nutzung und sogar das Warensortiment nehmen, sagt Hunkel.

Der neue Supermarkt werde „ein Flaggschiff“ mit 15.000 unterschiedlichen Artikeln im Sortiment, verspricht Rewe-Standortmanager Axel Kittler. Geplant sind Extras wie elektronische Preisauszeichnungstafeln, gläserne Gefrierschränke, drehbare Käse- und Fischtheken oder Verkaufsvitrinen mit Überdruck. „Das ist sehr aufwendig“, sagt Kittler. Ähnlich luxuriös gestaltete Supermärkte betreibt Rewe beispielsweise am Frankfurter Südbahnhof oder in Bornheim.

50 bis 100 Arbeitsplätze sollen in der neuen Neu-Isenburger Filiale entstehen, verspricht Kittler. Zudem bleibe der Rewe-Markt in der Bahnhofstraße noch bis Ende 2017 geöffnet.

Der Bauträger Schoofs Immobilien hat den Kaufvertrag für das 9300 Quadratmeter große Grundstück Ende Dezember unterschrieben. Die Firma will die Immobilie auch selbst nutzen und nach Fertigstellung mit ihren 25 Mitarbeitern von der bisherigen Niederlassung in der Siemensstraße 20 hierher umziehen.

Weitere Mieter aus dem Bereich Planen und Bauen könnten hier ebenfalls einziehen, Geschäftsführer Mohamed Younis schwebt ein „Ingenieurhaus“ analog zu einem Ärztehaus vor. 60 Prozent seiner Energie werde das Gebäude selbst produzieren können, sagt er. Schoofs Immobilien will dazu Geothermie nutzen.

Rewe hoffe auf einen Baubeginn im Januar 2014, sagt Kittler. Der Rewe-Konzern , der deutschlandweit etwa 3500 Supermärkte betreibt, investiert gerade 200 Millionen Euro in ein riesiges neues Zentrallager. Es wird ebenfalls in Neu-Isenburg gebaut.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare