Offenbach

Offenbach: Bessere Qualifikation

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Die Fraktion Die Linke fordert die Stadt auf, im Sozialbericht auch Qualifikation und Berufsfelder von Kunden der Offenbacher Mainarbeit aufzuführen.

Die Fraktion der Partei die Linke in Offenbach möchte wissen, welche schulischen und beruflichen Qualifikationen diejenigen Menschen mitbringen, die ihren Lohn mit Geld vom Jobcenter Mainarbeit aufstocken müssen. Sie regt deshalb an, den jährlich erscheinenden Sozialbericht um derlei Informationen zu ergänzen.

„Der Sozialbericht zeigt, dass viele Menschen mit ihrer Arbeit nicht genug Geld zum Leben verdienen“, sagt Stadtverordnete Marion Guth. „Ein höherer Verdienst ist möglich, wenn die Betroffenen bessere Qualifikationen aufweisen können.“ Aus dem Sozialbericht für das Jahr 2018 gehe aber nicht hervor, welche Qualifikationen die Kunden der Mainarbeit mitbringen. Diese Informationen seien wichtig, „um zu beurteilen, welche Qualifizierungsangebote“ den Betroffenen gemacht werden müssten, um eine Stelle „mit langfristiger Perspektive“ zu bekommen. Daneben berichteten laut Guth „viele Langzeiterwerbslose“, dass sie in „Aufbewahrungsmaßnahmen“ vermittelt würden, während es „nur sehr wenige Möglichkeiten“ gebe, „etwa einen Ausbildungsabschluss nachzuholen“.

Guth kritisiert, dass der Bericht die Leistungsberechtigten zwar nach Nationalitäten aufschlüssele, aber nicht „nach Schul- oder Ausbildungsabschluss“. „Diesen Punkt habe ich bereits einige Male in den zuständigen Gremien kritisiert. Obwohl mir niemand erklären konnte, welchen Einfluss die Nationalität auf die Arbeitssuche hat, werden die Zahlen weiter erhoben.“ Auch Angaben zu den Berufsfeldern, in denen die Leistungsberechtigten zuletzt gearbeitet haben, fehlten und damit „wichtige Angaben zum Gesamtbild der Arbeitslosigkeit in Offenbach“. Nun habe die Fraktion im Parlament einen Antrag gestellt, solche Kategorien im Bericht aufzuführen.

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