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Viel Platz für alles, was man sonst nirgends unterbringen kann: Easy Self Storage im Odenwaldring.
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Viel Platz für alles, was man sonst nirgends unterbringen kann: Easy Self Storage im Odenwaldring.

Offenbach

Besitz in der Box

  • vonAndrea-Maria Streb
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Self-Storage boomt – ein neues, großes Lager eröffnet im kommenden Jahr im Kaiserlei.

Ob es die Campingausrüstung ist, für die im Keller kein Platz mehr ist, oder der gesamte Hausrat, der während der Weltreise irgendwo untergebracht werden muss – Lagerhäuser, bekannt unter dem Namen Self-Storage, bieten Raum für derlei Dinge. In der boomenden Rhein-Main-Region mit ihren steigenden Mieten und immer weniger Stauraum steige die Nachfrage nach den außerhäuslichen Lagern, heißt es vom Unternehmen Myplace-Selfstorage, das im kommenden Jahr in Offenbach-Kaiserlei eine Filiale eröffnen will.

„Wir haben bereits zwei Filialen in der Region, die sehr gut laufen“, sagt Marketingleiter Nikolaus Lovrek. Die Hauptzielgruppe von Myplace-Selfstorage seien Privatleute, die einen Keller-Ersatz bräuchten und auch längerfristig Abteile mieteten. Bei einem Quadratmeter fangen diese an und gehen bis zu mehreren Hundert – wobei Letztere eher von Firmenkunden gemietet werden. 800 bis 1000 Abteile umfasse üblicherweise ein Standort.

Self-Storage bedeutet, dass man eine Box, üblicherweise in einer Halle untergebracht, unterschiedlich lang mieten und eigenständig seine Sachen darin unterbringen kann. Zu den Öffnungszeiten des Lagers kann man seine Box aufsuchen. Das heißt auch, dass die Vermieter nicht wissen, was sich in den Abteilen befindet: „Die Kunden müssen zwar im Mietvertrag unterschreiben, dass sie nichts Illegales, wie Waffen oder Drogen, einstellen“, sagt Lovrek.

Manchmal verstauten sich Menschen auch selbst

Aber kontrolliert werde dies nicht. Bei dem Unternehmen, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit fast 40 Standorten vertreten ist, sei es durchaus auch schon vorgekommen, dass die Polizei ein Abteil durchsuchte, etwa nach Schmuggelware. „Wir kooperieren dann natürlich“, sagt Lovrek. Videoüberwachung, Wachleute und andere Sicherungsmaßnahmen sollen aber ein höchstmögliches Sicherheitsniveau gewährleisten.

In den Anfangsjahren, erzählt Lovrek, sei es auch vorgekommen, dass sich Menschen ein kleines Abteil gemietet und darin genächtigt hätten. „Heute ist das nicht mehr möglich, da unsere Wachleute nachts vor Ort sind“, sagt der Marketingleiter. Tagsüber dagegen gibt es durchaus Leben im Lager: Zu den Kunden zählten viele Sammler, die ihre Stücke auch besuchten. Von einem Modelleisenbahnfan weiß er zu berichten, der regelmäßig kam und seine Züge in der Box laufen ließ.

Seit 14 Jahren bietet Easy Self Storage (ESS) im Odenwaldring schon Stauraum für fast alles in Offenbach. „Wir füttern nicht und gießen nicht“, sagt Horst Krück, der in dem Lager arbeitet – sprich: Tiere und Pflanzen dürfen nicht abgegeben werden – „auch Brennbares, wie Benzin nicht“, sagt Krück. Auch bei ESS wird der Inhalt der Boxen nicht überprüft; dass die Polizei das Lager mit den 360 Boxen durchsucht hätte, sei aber noch nie vorgekommen.

Die Zeiten, über die die Boxen, zwei bis 20 Quadratmeter groß, und zwei größere Räume gemietet werden, variieren erheblich. Oft plane jemand, seine Sachen nur kurze Zeit abzugeben, „und dann werden aus drei Monaten leicht fünf Jahre“, weiß Krück. Deshalb rate er Kunden auch: „Immer erst mal ausmisten.“ „Aber die Leute bewahren oft den letzten Schrott auf.“

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