Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Moniert wird auch, dass manche Fahrer unfreundlich seien.
+
Moniert wird auch, dass manche Fahrer unfreundlich seien.

Öffentliche Verkehrsmittel

Beschwerden über Unpünktlichkeit

  • Sigrid Aldehoff
    VonSigrid Aldehoff
    schließen

NiO legt Mobilitätsbericht vor: Fahrgastzahlen stagnieren, aber es gibt mehr Vielfahrer

Elf Millionen Mal sind in Offenbach im Jahr 2011 Menschen mit dem öffentlichen Personennahverkehr gefahren, 7,2 Millionen Euro hat die Stadt dafür bezahlt. Diese Zahlen stehen im 2. Mobilitätsbericht, den die NiO (Nahverkehr in Offenbach) jetzt vorgelegt hat. Den fordert die EU seit dem Jahr 2007, er soll benennen, welche Organisation, welches Unternehmen mit welchen Leistungen beauftragt ist.

„Wir müssen die Mobilität in Offenbach auf hohem Niveau und die finanziellen Belastungen gering halten“, nannte gestern Verkehrsdezernent Peter Schneider (Grüne) einige Ziele des Nahverkehrsplans der Stadt. Außerdem solle der Individualverkehr mit Pkws weiter reduziert werden.

Regelmäßig werden die Fahrgäste im Auftrag der NiO befragt, um Vergleichszahlen über die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu erhalten. Daraus ergab sich, dass die Zahl der Vielfahrer im Jahr 2011 im Vergleich zu 2010 von 19 auf 21 Prozent leicht angestiegen ist. Deutlicher fiel der Anstieg bei den Fahrgästen aus, die Bus und Bahn zwischen ein- und viermal pro Woche nutzen: Ihr Anteil stieg von 20 auf 25 Prozent.

Insgesamt blieb der Anteil der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel im Vergleich zu allen verfügbaren Fahrmöglichkeiten bei 18 Prozent. Dennoch stiegen die Kosten für die Stadt. Nach dem Einnahmenaufteilungsverfahren innerhalb des RMV musste die NiO eine Million Euro mehr zahlen.

Die Stadt hat nun Hoffnung auf einen entfernungsabhängigen Tarif innerhalb des RMV. Dies werde angesichts der vielschichtigen Interessenlagen der 27 Vertragspartner zu schwierigen Verhandlungen führen, sagte Peter Schneider, da der Verbund sowohl im Ballungsraum als auch in ländlichen Gebieten Verbindungen anbiete. Doch in Offenbach könnte so das Problem der hohen Fahrtkosten für die Verbindungen nach Frankfurt gelöst werden. Im Moment sei Abhilfe nur möglich, wenn Offenbach dafür zahle. Die notwendige Million Euro könne aber angesichts der finanziellen Lage nicht aufgebracht werden.

Insgesamt sei die Zufriedenheit mit dem Angebot in Offenbach leicht gestiegen. Dies ergaben die Fahrgastbefragungen laut NiO-Geschäftsführerin Anja Georgi. Kritik gibt es unter anderem an der mangelnde Pünktlichkeit. „Es kann vorkommen, dass es wegen Staus oder Unfällen Verspätungen gibt“, sagt Georgi, „aber es ist nicht zu akzeptieren, dass etwa 13 Prozent der Busse zu früh losfahren. Hier ist die Disziplin der Fahrer gefordert.“

Auch beim Thema Freundlichkeit der Fahrer gebe es noch „Handlungsbedarf“, wie Georgi mitteilt. Fahrstil und Benehmen der Fahrer sei der häufigste Beschwerdepunkt der Fahrgäste. Die NiO selbst schickt halbjährlich anonyme Tester auf den Linien mit. Alle Fahrer würden ohnehin jährlich geschult.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare