Offenbach

Bauteile in den Iran exportiert

Einem 47-Jährigen wird vor dem Landgericht in Darmstadt Prozess gemacht. Der frühere Autoteilehändler soll mit Ersatzteilen für Militärflugzeuge illegal gehandelt haben.

Weil er zwischen November 2006 und September 2008 illegal mit Ersatzteilen für Militärflugzeuge gehandelt haben soll, steht seit Montag ein früherer Geschäftsmann vor dem Darmstädter Landgericht. Der 47-Jährige war zusammen mit seinem flüchtigen Vater Geschäftsführer einer in Offenbach ansässigen Firma, die vor allem mit Ersatzteilen für Kraftfahrzeuge, Baumaterialien und Elektrogeräten handelte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in 23 Fällen Waren im Wert von 760 000 Euro in den Iran exportiert zu haben. Weil es entsprechende Verkaufs- und Ausfuhrverbote gibt, sollen der Iraner und sein Vater gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen haben. Die speziell konstruierten Bauteile waren laut Staatsanwaltschaft als Ersatzteile für militärische Transportflugzeuge und Kampfjets bestimmt.

Im Februar 2016 hatte sich der Angeklagte kurz vor dem Hauptverhandlungstermin ins Ausland abgesetzt. Aufgrund eines europäischen Haftbefehls war er 2018 in Rom festgenommen worden.

Zum Auftakt des Prozesses verlas Staatsanwalt Sebastian Müller die Anklageschrift. Die Verteidigung stellte einen Befangenheitsantrag gegen die Besetzung der 18. Großen Wirtschaftsstrafkammer. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt. (jjo)

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