Überall Stau (Symbolbild).

Offenbach

Baustellen in Offenbach: Geduldsprobe dauert an

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Verkehrsdezernent zeigt Verständnis für verärgerte Autofahrer.

Nach der wochenlangen (Teil-)Sperrung der Mainstraße wegen Sanierungen bittet Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) um Verständnis.

„Diese Behinderungen sind für niemanden schön und für den Ärger, den viele Menschen empfunden haben, bringe ich größtes Verständnis auf“, sagt Weiß laut einer Mitteilung der Stadt. Auf mehreren Ausweichstrecken in der Innenstadt gab es regelmäßig Staus, auch die Mühlheimer Straße war stärker befahren als sonst. Mit Abschluss der Arbeiten an der Mainstraße hat sich der Verkehr zumindest in der Innenstadt weitgehend normalisiert.

Die Abteilung Straßenunterhaltung der Stadtwerke habe in diesem Jahr von Mitte März bis November rund 54 000 Quadratmeter Straßenbelag auf 15 Bauabschnitten erneuert - unter anderem in der Sprendlinger Landstraße, am August-Bebel-Ring, im Lichtenplattenweg und in der Seligenstädter Straße. Wie die Stadt mitteilt, werden an anderen Stellen in der Stadt demnächst zahlreiche weitere Straßen saniert. „Der Sanierungsstau der Offenbacher Straßen ist bekanntlich enorm“, sagt Weiß. Viele beklagten sich zu recht über die vielen Schlaglöcher im Asphalt.

Auch private Bauherren beantragten regelmäßig die Sperrung von Gehwegen und Straßen wegen der beengten Verhältnisse auf den Baugrundstücken. Laut dem Leiter der Straßenverkehrsbehörde Jan Schmidbauer gibt es in diesem Jahr bis jetzt bereits 900 genehmigte Baustellen im gesamten Stadtgebiet. „So viele hatten wir im gesamten Jahr 2018“. 2017 seien es nur 650 Baustellen gewesen.

Laut Weiß zeigen die Zahlen, dass sich die Stadt seit einiger Zeit in einem enormen Aufbruch befinde; in den vergangenen fünf Jahren seien rund 4000 neue Wohnungen entstanden.

Zu Behinderungen für Autofahrer kommt es laut Stadt in der nächsten Zeit weiterhin am Spessartring. Für den Neubau des Polizeipräsidiums müssten noch Versorgungsleitungen quer unter den Fahrbahnen verlegt werden.

Eine von der Stadt gewünschte Bündelung der einzelnen Arbeiten sei aus baulichen und technischen Gründen seitens der Baufirmen abgelehnt worden. 

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