1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Offenbach

Bald wieder eine Allee

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sigrid Aldehoff

Kommentare

Auch eine Allee fängt mal klein an: Neue Säulenhainbuchen in der Fußgängerzone.
Auch eine Allee fängt mal klein an: Neue Säulenhainbuchen in der Fußgängerzone. © Monika Müller

Mehr Grün in Offenbachs Fußgängerzone: 44 Säulenhainbuchen wurden neu gepflanzt und ersetzen die kränkelnden Baumhaseln. Die Stadt investierte dafür mehr als 100 000 Euro.

So schön hatten es sich die Verantwortlichen von Stadt und dem städtischen Dienstleister ESO vorgestellt: Im März sollte die neubepflanzte Fußgängerzone mit ihren frisch sprießenden Bäumen präsentiert werden. Doch gestern beim offiziellen Pressetermin reckten die 44 rund vier Meter hohen Säulenhainbuchen nur ihre kahlen dürren Äste in den trüben Himmel.

Aber auch ohne strahlenden Sonnenschein können es Passanten erkennen: Zwischen Marktplatz und Kaiserstraße säumen wieder Bäume die Frankfurter Straße. Und zwar gesunde Bäume. Denn bis zum vergangenen Jahr kränkelten in den kleinen Beeten seit zehn Jahren Baumhaseln vor sich hin. Erst durch einen Gutachter und Laborbefunde wurde festgestellt, dass hier ein Pilz wütete, der einen Baum nach dem anderen absterben ließ.

Beherzter Schnitt

Ende vergangenen Jahres entschlossen sich Stadt und ESO zum beherzten Schnitt: Alle befallenen Bäume wurden gefällt und durch Säulenhainbuchen ersetzt. Diese bis zu acht Meter hoch wachsenden Bäume sind nicht nur robuster, sie zeichnen sich auch durch geringeren Pflegebedarf und eine schlanke Krone aus.

Ob diese auch im Hinblick auf die anliefernden Lastwagen ausgewählt wurden, wollte Bürgermeister Peter Schneider (Grüne) so nicht bestätigen. Leider sei in Offenbach eine Andienung der Geschäfte in der Fußgängerzone von hinten nicht möglich, sagte er, während hinter ihm ein Getränkewagen hielt und der Fahrer mit dem Ausladen beginnt. Aber es gebe die Vorgabe, dass die Anlieferung in diesem Bereich der Frankfurter Straße auf ein absolutes Minimum begrenzt werden müsse. 133000 Euro hat die Neubepflanzung in der Fußgängerzone gekostet, inklusive Fällung der alten Bäume, dem Austausch der Erde und dem Neuanstrich der um die Stämme gelegten Bänke. Diese Summe wurde zu 78 Prozent vom Land über die Initiative „Aktive Kernbereiche“ gefördert, den Rest zahlte die ESO, sagte deren Geschäftsführer Markus Patsch.

Drei Jahre werden nun die Bäume von dem Gartenbauunternehmen gepflegt, das sie auch gepflanzt hat. In dieser Zeit gilt auch eine Anwuchsgarantie, die allerdings nicht bei einer neuen Krankheit oder Beschädigung einspringt.

Mit der Neubepflanzung ist die Fußgängerzone zunächst fertig gestaltet, sagt Bürgermeister Peter Schneider. Für die ESO bleiben tägliche Kontrollgänge, um nach Stolperfallen im Pflaster Ausschau zu halten und gegebenenfalls kaputte Platten zu ersetzen.

Passend zur aktuellen Außentemperatur wird außerdem im Rathaus überlegt, wie künftig die Weihnachtsillumination in der Einkaufspassage aussehen soll. Denn für die alten Lichternetze, die in den vergangenen Jahren zur Adventszeit in den Baumkronen der alten Baumhaseln angebracht wurden, sind die neuen Bäume noch zu klein. „Das verkraften die noch nicht“, sagt Sigrid Pietzsch vom Referat Stadtgestaltung.

Auch interessant

Kommentare