Noch wirkt das ehemalige Bürohaus verlassen. Noch versprüht es den überkommenen Charme der 80er Jahre, in denen es zuletzt saniert wurde. Aber bald erhält es ein modernes Outfit und junges Leben zieht ein. Zum Wintersemester im Oktober 2010 bezieht die Hochschule für Gestaltung (HfG) den 60er-Jahre-Bau in der Geleitsstraße 103.
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Noch wirkt das ehemalige Bürohaus verlassen. Noch versprüht es den überkommenen Charme der 80er Jahre, in denen es zuletzt saniert wurde. Aber bald erhält es ein modernes Outfit und junges Leben zieht ein. Zum Wintersemester im Oktober 2010 bezieht die Hochschule für Gestaltung (HfG) den 60er-Jahre-Bau in der Geleitsstraße 103.

Hochschule für Gestaltung

Ateliers auf Wanderschaft

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Im Oktober ziehen Teile der Hochschule übergangsweise in die Geleitsstraße. HfG-Leiter Bernd Kracke ist glücklich über das neue Quartier - es soll eigentlich nur für eine Übergangszeit sein.

Noch wirkt das ehemalige Bürohaus verlassen. Noch versprüht es den überkommenen Charme der 80er Jahre, in denen es zuletzt saniert wurde. Aber bald erhält es ein modernes Outfit und junges Leben zieht ein. Zum Wintersemester im Oktober 2010 bezieht die Hochschule für Gestaltung (HfG) den 60er-Jahre-Bau in der Geleitsstraße 103.

Da die Hochschule in der Schlossstraße aus allen Nähten platzt, lagert sie die Ateliers für Bildhauerei, Experimentelle Raumkonzepte, Freies Zeichnen und Illustration sowie Malerei dorthin aus. HfG-Leiter Bernd Kracke ist glücklich über das neue Quartier. "Die HfG ist alleiniger Nutzer. Das vereinfacht das studentische Leben", sagt er. Durch die Innenstadtnähe sei auch der rege Kontakt zum Hauptgebäude möglich.

Der Mietvertrag wurde für sieben Jahre abgeschlossen. "Der Umzug der Ateliers ist als Interimslösung gedacht", so Kracke. Er hofft, dass die Hochschule auf der Hafeninsel dann einen Neubau erhält. Nachdem jedoch jetzt der Hessische Verwaltungsgerichtshof den Bebauungsplan für unwirksam erklärte, ist völlig offen, ob gebaut werden kann. "Juristisch ist das noch nicht in allen Dimensionen geklärt", erläutert Kracke. Unabhängig davon bleibe der Raumbedarf der HfG aber weiter bestehen.

Für weitläufige Ateliers werden die Wände rausgerissen

Das Übergangsquartier mit seinen 2500 Quadratmetern Fläche soll für den neuen Zweck vollkommen entkernt werden. Flure und Innenwände verschwinden, damit die Studenten in den Ateliers auch großformatige Werke stellen und transportieren können, berichtet Architekt Michel Müller. Das Haus erhält einen neuen Eingang, die blaue Fensterverkleidung und der gestreifte Sonnenschutz entfallen zugunsten einer modernen Gestaltung.

Zuvor waren in dem Gebäude ein Fitnessstudio und eine Krankenkasse untergebracht. Ursprünglich gehörte das Haus zum Unternehmen Goldpfeil. Seit etwa 25 Jahren ist der Entwickler Ardi Goldman ihr Besitzer, der für Projekte im Ostend verantwortlich ist. Der Frankfurter Goldman ist Offenbach durchaus zugetan. "In Offenbach gibt es noch den Platz, den die Kunst braucht. In Frankfurt gibt es keinen Freiraum mehr."

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