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Beim gestrigen verkaufsoffenen Sonntag war viel los in der Offenbacher City.
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Beim gestrigen verkaufsoffenen Sonntag war viel los in der Offenbacher City.

Einkaufen Offenbach

Ansturm auf die Geschäfte

  • Sigrid Aldehoff
    VonSigrid Aldehoff
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Die Offenbacher Händler sind mit dem verkaufsoffenen Sonntag "mega-super-zufrieden".

Es scheint der Tag der Klischees zu sein: Der verkaufsoffene Sonntag in der Offenbacher Innenstadt erfüllt viele Erwartungen, die man an einem solchen Konsumtag hat. „Jacken und Herrenanzüge gehen unheimlich gut“, sagt Stefan Becker, Geschäftsführer von M. Schneider.

Die Herrenanzüge würden gekauft, weil die Frauen die Gelegenheit nutzen, wenn sie ihren Mann mal zum gemeinsamen Einkaufbummel bewegen können. „Und oft geht dann gleich noch das passende Hemd, der Gürtel und auch die Jacke mit“, sagt der Geschäftsmann zufrieden inmitten des Verkaufsgewühls.

„Ich habe mich gerade von meinem Mann getrennt“, sagt Maria S. aus Mühlheim auf der Frankfurter Straße und kichert. Nichts Ernstes hoffentlich? Nein, fügt sie erklärend hinzu, er sei zu Saturn gegangen, um nach einer Kaffeemaschine für einen geschenkten Gutschein zu schauen, sie selbst wolle bei der heruntergesetzten Kleidung stöbern. „Nachher treffen wir uns aber zu einem Kaffee wieder.“

Der Weihnachtsmarkt brummt

Nicht nur Kaffeemaschinen sind an diesem Tag in dem Elektronikmarkt gefragt. Auch in der Computer- und der Fernsehabteilung ist viel los. „Der Alte macht‘s nicht mehr so richtig“ ruft ein Mann einem Bekannten zu, er meint offenbar das heimische Fernsehgerät. Vier Optionen gibt es an diesem Tag: Gutschein einlösen, umtauschen, bummeln oder kaufen. Edith Harms aus Dietzenbach hat sich fürs Kaufen entschieden. In Begleitung von Freunden aus Stuttgart kommt sie gerade aus dem Kaufhof. Es sei an diesem Tag ein ganz entspanntes Einkaufen, sagen die drei.

Der jetzt namentlich zum Neujahrsmarkt mutierte und etwas geschrumpfte Weihnachtsmarkt brummt. Ein Glühwein, eine Portion Fritten oder eine Bratwurst zwischendurch gehen offenbar immer noch. Die Verkäufer haben gut zu tun, vielleicht zeitweise sogar mehr als an den Adventssonntagen.

"Ganz neue Kunden"

Bei M. Schneider ist die volle Belegschaft im Kaufhaus. 90 Angestellte sind im Einsatz, um den Andrang zu bewältigen. Alles was nicht krank oder im Urlaub ist, sei da, sagt Geschäftsführer Becker und relativiert: „Einige haben sogar ihren Urlaub unterbrochen, um heute dabei zu sein.“ Der Sonntag zwischen den Jahren sei erwartungsgemäß der verkaufsstärkste der offenen Sonntag, im vergangenen Jahr sei es sogar der stärkste überhaupt gewesen. „An solchen Tagen haben viele Leute Urlaub und entsprechend Zeit zum Einkaufen.“

Deshalb gelte es, nicht nur den Umsatz abzuarbeiten, sondern auch das Image der guten Beratung zu pflegen. Zumal offenbar auch viele neue Kunden da sind. Sie kämen aus Frankfurt und dem kompletten Umland, zeigten die Postleitzahl, die an den Kassen erfragt werden, sagt Becker. Auch in der Galeria Kaufhof wird der gestrige Sonntag als stärkster verkaufsoffener Sonntag des Jahres bezeichnet. Umtausch, Gutscheineinlösung und Kauf seien gleichmäßig verteilt, sagt Geschäftsführerin Christiana Baudach, wer umtausche, nehme aber fast immer einen neuen Artikel mit statt Geld. „Megasuperzufrieden“: Frank Middendorf, Centermanager des Einkaufszentrums KOMM ringt nach Superlativen. „Es läuft besser als im Vorjahr und da war es schon sensationell.“

Vor allem das milde Wetter macht er dafür verantwortlich, dass die Leute auch länger blieben. Im Parkhaus stünden Wagen aus Darmstadt, Aschaffenburg, Gießen, Hanau und Frankfurt. „Wir haben ganz neue Kunden in der Stadt, weil wir heute einzigartig sind.“

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