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Impression vom Mission Olympic Aktionstag in der Offenbacher Innenstadt.
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Impression vom Mission Olympic Aktionstag in der Offenbacher Innenstadt.

Offenbach Mission Olympic

Amtsleiter offiziell abberufen

  • Sigrid Aldehoff
    VonSigrid Aldehoff
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Nach dem Finanzdebakel von Mission Olympic wird Jürgen Weil, Leiter des städtischen Sportamtes, mit sofortiger Wirkung von seinem Posten abberufen. Die Stadt Offenbach stellt zudem Strafanzeige.

Nach der im Nachhinein bekannt gewordenen Kostenexplosion des Sportevents Mission Olympic hat der Offenbacher Magistrat in seiner gestrigen Sitzung Jürgen Weil als Leiter des Sportamtes mit sofortiger Wirkung abberufen. Bereits am Freitag war das Rechtsamt in seiner Beurteilung der strafrechtlichen Relevanz des Handelns von Weil zu dem Ergebnis gekommen, dass eine unabhängige Ermittlung des Sachverhaltes notwendig sei. Die Stadt Offenbach hat Strafanzeige gestellt.

„In dieser Situation scheint es dem Magistrat bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes geboten, Jürgen Weil von seiner Funktion als Sportamtsleiter abzuberufen“, heißt es in einer gestern veröffentlichten Mitteilung der Stadt. Weil wird vorgeworfen, dass er es versäumt habe, den Sportdezernenten Peter Schneider (Grüne) und die Gremien über die Kostenexplosion bei Mission Olympic zu informieren. Außerdem habe er in sieben Fällen seine Vergabebefugnis in Höhe von 12.500 Euro erheblich überschritten.

Wie berichtet, hat die Beteiligung an dem Sportwettbewerb Mission Olympic rund 280 000 Euro mehr gekostet als sie eingebracht hat. Dies wurde am Montag vergangener Woche bekannt. Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) hat in seiner Funktion als Personaldezernent in Abstimmung mit Peter Schneider als Bürgermeister gegen Weil ein behördliches Disziplinarverfahren eingeleitet.

Dass Weil erst gestern offiziell abberufen wurde, obwohl die Einschätzung des Rechtsamtes seit Freitag vorliegt, erklärt Peter Schneider mit dem Termin der gestrigen Sitzung des Magistrates. Amtsleiter würden von diesem Gremium bestellt und könnten auch nur von diesem abberufen werden. Er selbst habe Weil, der zurzeit Urlaub hat, bereits am Freitag informiert und mit dem Team im Sportamt gesprochen, sagte Schneider. Weil habe aber zwischenzeitlich weder Zugriff zu den Computerdaten bei der Stadtverwaltung gehabt, noch hätte er die Möglichkeit gehabt, die Diensträume zu betreten.

Jetzt würden weiter alle haushaltstechnischen Vorgänge rund um Mission Olympic geprüft, sagt Peter Schneider. Dabei würden nicht nur isoliert diese Buchungen angeschaut. Vor allem geht es auch um die Klärung der Behauptung, Weil habe Haushaltsmittel aus 2012 für Mission Olympic zurückgelegt. „Das muss rückhaltlos aufgeklärt werden“, sagt der Dezernent. „Momentan sind Haushaltsmittel für Zuschüsse an Vereine und die Sportförderung nicht betroffen.“

Er rechnet nicht vor der Winterpause mit einem Ergebnis der Prüfungen. sia

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