Offenbachs Regierungsparteien sind schockiert, dass der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) die Hafenbebauung gekippt hat. Die Folgen des Urteils seien "verheerend für die Stadtentwicklung", findet SPD-Fraktionschef Stephan Färber und klagt: Offenbach werde "gnadenlos" verlärmt und solle zusätzlich den Verzicht auf zentrale Projekte der Stadtentwicklung ertragen.
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Offenbachs Regierungsparteien sind schockiert, dass der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) die Hafenbebauung gekippt hat. Die Folgen des Urteils seien "verheerend für die Stadtentwicklung", findet SPD-Fraktionschef Stephan Färber und klagt: Offenbach werde "gnadenlos" verlärmt und solle zusätzlich den Verzicht auf zentrale Projekte der Stadtentwicklung ertragen.

Hafen-Urteil

"Absurd, verheerend, absehbar"

Die Reaktionen der Parteien auf das Hafen-Urteil sind heftig: Von einem Tiefschlag sprechen die Grünen, die CDU sieht nun sogar den Schulbau gefährdet. Die Linke sieht sich bestätigt.

Von Jörg Muthorst

Offenbachs Regierungsparteien sind schockiert, dass der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) die Hafenbebauung gekippt hat. Die Folgen des Urteils seien "verheerend für die Stadtentwicklung", findet SPD-Fraktionschef Stephan Färber und klagt: Offenbach werde "gnadenlos" verlärmt und solle zusätzlich den Verzicht auf zentrale Projekte der Stadtentwicklung ertragen.

Nach dem Buchhügel werde schon zum zweiten Mal ein Offenbacher Baugebiet aufgrund der bestehenden Landebahn gestoppt, beklagt FDP-Fraktionsvorsitzender Oliver Stirböck. Offenbach müsse sich weiter am Ziel orientieren, Wohnen am Fluss zu ermöglichen, neben rechtlichen Schritten aber auch alternative Vorgehensweisen prüfen.

Für die Grünen ist das Urteil ein "Tiefschlag". Die wenigen Entwicklungsmöglichkeiten Offenbachs würden "stranguliert", sagt Fraktionsvorsitzender Peter Schneider. Das sei "absurd".

Die oppositionelle Linke sieht sich bestätigt. Die Siedlungsbeschränkung sei absehbar gewesen, das Wohnen in einem Hochhaus, das als Schallschutz dienen solle, ohnehin völlig unattraktiv. Nun müsse umgeplant werden, so Sprecher Wolfgang Christian: "Ja zur HfG und zur Schule, Nein zum Wohnungsbau."

CDU-Chef Stefan Grüttner sieht selbst den Schulbau gefährdet. Offenbar habe es sowohl bei der Aufstellung des Bebauungsplans als auch bei der Verhandlung von OB Horst Schneider mit den Hafenanliegern an Sorgfalt gemangelt. Für Schuldzuweisungen, sagt Grünen-Sprecher Peter Schneider, sei kein Platz. Der "Angriff auf Offenbachs Zukunftsfähigkeit" müsse gemeinsam abgewehrt werden.

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