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Die Wohnanlage Luisenhof entsteht auf einem ehemaligen Parkplatz im Stadtzentrum mit guter Anbindung.
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Die Wohnanlage Luisenhof entsteht auf einem ehemaligen Parkplatz im Stadtzentrum mit guter Anbindung.

Strukturwandel Offenbach

12.000 neue Bürger bis 2022

  • Sigrid Aldehoff
    VonSigrid Aldehoff
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Offenbach hofft auf den Strukturwandel durch neue attraktive Wohnquartiere in der Stadt. Die vielen neuen Bürger sollen die Finanzplanung für den Schutzschirm stützen.

Der Wohnungsbau ist eine der Säulen, auf der die Hoffnung der Stadtverwaltung auf den Strukturwandel in Offenbach ruht. Neue, schicke Wohnungen in guter zentraler Lage sollen sowohl das Image des Standortes als auch die Bevölkerungsstruktur ändern. „Offenbach gehört zum Kern der Metropolregion und ist dabei, zu einem begehrten Wohnstandort zu werden“, sagt Oberbürgermeister Horst Schneider, „jede neue Wohnung, jedes neue Wohnhaus ist für uns ein Stück Strukturverbesserung.“ Auch dem Einzelhandel sollen vor allem die Neubürger, die in die Innenstadt ziehen, neue Kunden bringen.

Einkommen für Schutzschirm

Werden alle Neubauvorhaben in der Stadt verwirklicht, könnten bis 2022 12000 neue Bürger mit Ausbildung und guten Jobs in Offenbach leben und mit ihrer Einkommensteuer dazu beitragen, die Finanzplanung für den Schutzschirm zu erfüllen.

Wohnraummangel und steigende Mietpreise in Frankfurt tragen außerdem dazu bei, dass Offenbach mit kurzen Wegen, guter Kinderbetreuung und vor allem auch günstigeren Mietpreisen für immer mehr Menschen als neuer Wohnort in Frage kommt und lang und gern gepflegte Ressentimentes gegen die Stadt aufgegeben werden. Dazu tragen nach Aussage von Markus Eichberger, stellvertretender Leiter des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, auch die großen Investitionen in den öffentlichen Raum bei. Eichberger verweist dabei auch auf das neu gestaltete Mainufer, das gastronomische Angebot rund um den umgebauten Wilhelmsplatz mit seinem Wochenmarkt und den Hafen.

Neues Stadtquartier Hafen

Auf der Insel am Main drängeln sich schon fast die Investoren: Den Anfang machte die ABG Frankfurt Holding, deren erste Mieter jetzt schon in die Mainzeile mit 178 Mietwohnungen einziehen. Geplant sind darüber hinaus insgesamt gut 450 weitere Eigentums- und Mietwohnungen von der Prime Properties/Lyson-Gruppe, der DIH Deutsche Wohnwerte, der Projektgesellschaft Horn und des Investors Ardi Goldmann. Die Lage am Wasser, die geplante gute Infrastruktur mit Arbeitsplätzen, Nahversorger, Quartierszentrum, Restaurant, Schule , Kita und Kulturangebot im Hafen2 machen die ehemaligen Industriebrache attraktiv.

Da Offenbach nicht in die Fläche wachsen kann, werden Brachen und ehemalige Industriestandorte genutzt, um hier Wohnraum zu schaffen. Wo jahrelang Autos parkten, entstehen jetzt an der Ecke Luisen /Bahnhofstraße 104 Mietwohnungen in der Wohnanlage Luisenhof, mehr als 130 weitere sollen noch dazu kommen.

Wohnungen statt Büros

Weitere 118 Wohnungen sind unter anderem auf dem Gelände des ehemaligen Armaturen-Herstellers Jado an der Ecke Bettina-, Taunus-, Andréstraße geplant. Das Areal zwischen Berliner Straße, Pirazzistraße und Goethering wurde in den 1990er Jahren für die Großbaustelle der S-Bahnbaustelle genutzt. Laut Bauleitplanung sollten hier eigentlich Büros entstehen. Doch laut Eichberger eigne sich das Gelände an der Nahtstelle von Wohn- und Bürogebieten auch für den Wohnungsbau. Entsprechende Anfragen gebe es bereits.

Gegenüber dem Cinemaxx-Kino an der Berliner Straße Ecke Ludwigstraße werden 26 Wohnungen gebaut, die laut Stadt trotz ihrer Lage an einer der Hauptverkehrsstraßen stark nachgefragt sind. Auch auf dem lange Zeit verwahrlosten Friedelgelände an der Mathildenstraße Ecke Gerberstraße werden zurzeit 47 Eigentumswohnungen mit großem Nahversorger und einem kleinen Quartierspark gebaut.

ABG baut weiter

Auf dem früheren Clariant-Parkplatz an der Ecke Mathildenstraße Ecke Friedhofstraße sind am östlichen Innenstadteingang 89 Mietwohnungen geplant, die ABG will auf dem ehemaligen Werksgelände von MAN Roland 170 Mietwohnungen bauen und ABG-Chef Frank Junker kündigt weitere Bauvorhaben in der Stadt an.

Pläne für weitere Wohnungen hat die Stadt auch mit ihrem Grundstück, auf dem das leere Heinrich-Schleich-Haus im Hessenring 55 steht, hier könnten 60 Wohnungen gebaut werden, weitere 25 auf dem Grundstück mit der Hausnummer 61. Nachdem in Bieber Nord nach vielen Jahren die Frage der Erschließung gelöst ist, sind hier weitere 920 Wohneinheiten geplant, in Bieber West hat die Evangelische Kirche nach einem Grundstückstausch ein zusammenhängendes Gelände zwischen der Erich-Ollenhauer-Straße und dem Einkaufszentrum verkauft, auf dem 53 Eigentumswohnungen entstehen können. Auch in Bürgel-Ost können an der Umgehung Mainzer Rind rund 430 Wohneinheiten entstehen und in dem Baugebiet An den Eichen in Waldheim-Süd, das zunächst von den Käufern weitgehend ignoriert wurde, und sich inzwischen gut verkauft, entstehen insgesamt 530 Wohneinheiten.

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