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LuftbildvonOsten_Polizei_15
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Fast so groß wie fünf Fußballfelder: das Areal des neuen Polizeipräsidiums am Spessartring in Offenbach.

Offenbach

Polizei soll 2021 ins neue Präsidium umziehen

  • Agnes Schönberger
    vonAgnes Schönberger
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Ende einer fast unendlichen Geschichte: Mit großer Verzögerung soll der für 162 Millionen Euro errichtete Neubau des Polizeipräsidiums Südosthessen in Offenbach im Sommer fertig sein. Er bietet Platz für 900 Beschäftigte.

Im Sommer 2021 soll das für 162 Millionen Euro errichtete Polizeipräsidium Südosthessen am Spessartring bezogen werden. Endlich. Denn seit 2005, dem Beginn der Neubau-Planungen, wurde kaum noch in die bestehenden Gebäude investiert. Viele Häuser, in denen Polizeireviere untergebracht sind, sind marode und die Arbeitsbedingungen der Polizist:innen teilweise unzumutbar. Es herrscht vielerorts Platznot.

Ursprünglich sollte das lange versprochene Domizil auf dem Buchhügel im Süden Offenbachs im Sommer 2014 fertig sein. Doch vor allem Probleme im Vergabeverfahren mit Klagen unterlegener Bieter verzögerten die Grundsteinlegung, die erst im August 2018 erfolgte. Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU), der die Missstände kennt, weil sie auch Thema einer Anfrage im Landtag waren, sparte denn auch bei der Mitteilung des baldigen Umzugs nicht mit Superlativen.

Er sprach mit Blick auf das neue Präsidium von einem „Aushängeschild für die Sicherheit“. Die Mitarbeiter:innen dürften sich auf modernste Arbeitsbedingungen und mehr Platz freuen. 52 Einheiten, die bisher auf diverse Liegenschaften nicht nur in Offenbach verteilt seien, würden an einem Ort zusammengeführt. Auch Beschäftigte aus Hanau, Mühlheim und Dreieich werden nach Offenbach umziehen.

Der 200 Meter lange Neubaukomplex wird die neue berufliche Heimat von rund 900 Polizist:innen sein. Sie sind für Stadt und Kreis Offenbach, Hanau und den Main-Kinzig-Kreis zuständig. Geplant war der Komplex zunächst nur für knapp 800 Beschäftigte. Das hatte die Polizeigewerkschaft schon früh kritisiert, weil sie befürchtete, der Neubau werde schon bei der Inbetriebnahme zu klein sein.

136 zusätzliche Arbeitsplätze

Wie Beuth mitteilte, hat das Land aber auf den Personalzuwachs reagiert. Weil die neue Dienststelle 136 zusätzliche Arbeitsplätze erhalten werde, seien die Planungen geändert und das Gebäude sei um einen Flügel erweitert worden.

Das Präsidium hat eine Nutzfläche von 35 700 Quadratmetern. Die Beschäftigten sollen dort modernste Arbeitsplätze vorfinden. Es wird kriminaltechnische Untersuchungshallen, Labore, eine Mehrzweckhalle, eine Kindertagesstätte und eine Kantine geben.

Es ist geplant, die beiden Innenstadtreviere zu schließen und die beiden Wachen zu einem Großstadtrevier im neuen Präsidium zusammenzulegen. Die SPD hatte das als Verlust von Bürgernähe kritisiert, die Polizeigewerkschaft hatte dagegen gemeint, der Wegzug aus maroden Gebäuden sei „ein Segen“.

Eine Besonderheit wird die neue Leit- und Befehlsstelle werden. Künftig gehen alle Notrufe aus der gesamten Region in der neuen Leitstelle ein. Von Offenbach aus werden dann sämtliche Streifenwagen von Egelsbach bis in den Bergwinkel bei Schlüchtern koordiniert.

Das Land hat das neue Polizeipräsidium nicht selbst gebaut, sondern bei dem Millionenprojekt auf eine Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) gesetzt. Nach Angaben von Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) ergeben sich für das Land Kostenvorteile von mehr als 15 Prozent gegenüber der Eigenbauvariante. Auf den Neubau bezogen wären das 25 Millionen Euro.

Bei dem privaten Partner handelt es sich um das Unternehmen Goldbeck (Bielefeld) und seinen Investmentpartner Amber Infrastructure (München). Laut Vertrag mietet das Land die Immobilie 30 Jahre. Goldbeck wird die Gebäude in dieser Zeit unterhalten.

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