Kriminalität

Offenbach und Frankfurt: Großrazzia wegen Zwangsprostitution

  • Fabian Scheuermann
    vonFabian Scheuermann
    schließen

Nach Durchsuchungen in 18 Gebäuden meldet die Polizei zwei Festnahmen in Offenbach.  

Zuhälterei und Zwangsprostitution – unter anderem diese Straftaten werden einem 41-jährigen Barbesitzer und einer 35-jährigen Frau vorgeworfen, die am vergangenen Mittwoch bei einem Großeinsatz der Polizei in Offenbach vorläufig festgenommen wurden. Die Festnahmen am frühen Morgen des 1. Juli waren Teil eines Großeinsatzes, bei dem unter Einbeziehung von Spezialeinsatzkräften neben dem Objekt in Offenbach 17 weitere Gebäude in der Stadt sowie in Frankfurt, Friedrichsdorf und Bottrop durchsucht wurden.

Den Festnahmen vorausgegangen war ein umfangreiches Ermittlungsverfahren, das seit November 2019 im Offenbacher Polizeipräsidium geführt wird. Das teilten Staatsanwaltschaft Darmstadt und Offenbacher Polizei gestern mit. Nach ersten Erkenntnissen sollen zwei heute 20- und 26-jährige Frauen auf Anweisung des Beschuldigten seit Februar vergangenen Jahres dazu gezwungen worden sein, sich im Rhein-Main-Gebiet zu prostituieren und nahezu ihre kompletten Einkünfte abzugeben. Die Beschuldigte soll dabei als „Aufpasserin“ fungiert und die Tätigkeiten der Opfer überwacht haben.

Bei den Durchsuchungen vom vergangenen Mittwoch wurden auch Drogen sichergestellt – außerdem Goldschmuck, Uhren, Bargeld, eine Harley-Davidson sowie ein Magazin mit scharfer Munition. Entsprechende Strafverfahren seien eingeleitet worden, teilte die Polizei mit. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei halten es für möglich, dass es noch weitere Opfer geben könnte. Diese werden gebeten, sich vertraulich unter der Rufnummer 069 /809 812 34 an die Offenbacher Kriminalpolizei zu wenden.

Kommentare