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Die Odenwaldbahn könnte schon bald öfter fahren, wenn zwischen Seligenstadt und Hainburg zeitnah ein zweites Gleis gebaut werden würde.
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Die Odenwaldbahn könnte schon bald öfter fahren, wenn zwischen Seligenstadt und Hainburg zeitnah ein zweites Gleis gebaut werden würde.

Seligenstadt/Mainhausen/Hainburg

Odenwaldbahn: Zweigleisig zwischen Seligenstadt und Hainburg

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Die Kommunen Seligenstadt, Mainhausen und Hainburg fordern, dass zeitnah ein Ausweichgleis für die Odenwaldbahn gebaut wird, damit auf der Strecke mehr Züge fahren können.

Es dauert viel zu lange, bis die Odenwaldbahn ausgebaut wird: Dieser Meinung sind Seligenstadts Verkehrsdezernent Michael Gerheim (SPD), Mainhausens Bürgermeister Frank Simon (SPD) und Hainburgs Bürgermeister Alexander Böhn (CDU). Gemeinsam drängen sie auf ein schnelles Handeln, um mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen. Hauptsächlich geht es ihnen um ein Ausweichgleis zwischen Seligenstadt und Hainburg, das schnell gebaut werden und Zugbegegnungen möglich machen könnte.

Der RMV veröffentlichte im Herbst 2020 eine Machbarkeitsstudie „Odenwaldbahn Vision 2030“, die laut Gerheim allerdings nur die Punkte als vordringlich ansieht, die in der sogenannten Erbacher Erklärung festgehalten sind. Der RMV, die Stadt Darmstadt, der Odenwaldkreis sowie die Kreise Darmstadt-Dieburg und Offenbach hatten diese Erklärung zum Ausbau der Bahnstrecke verfasst und im Juni 2020 vorgestellt.

Odenwaldbahn

Die Odenwaldbahn führt auf 88 Kilometern von Eberbach (Neckar) im südlichen Odenwald bis nach Hanau.

In Wiebelsbach , einem Stadtteil von Groß-Umstadt, zweigt ein zweiter, 32 Kilometer langer Ast nach Darmstadt ab.

Die Strecke wurde im Frühjahr 2006 umfangreich modernisiert, verläuft aber trotzdem fast nur eingleisig.

Die Fahrgastzahlen sind seit 2006 um 50 Prozent gestiegen. Aktuell nutzen täglich durchschnittlich rund 15 000 Fahrgäste die Züge. ann

„In der Machbarkeitsstudie sind nur wenige zeitnahe Projekte definiert“, moniert Gerheim. Vor allem gehe es um zusätzliche Züge am Wochenende, damit Taktlücken geschlossen werden können, und um fünf zusätzliche Fahrzeuge, die bis 2022 zur Verfügung stehen sollen. Mittelfristig sei eine Verlängerung der Bahnsteige von 120 auf 170 Meter vorgesehen, um in Stoßzeiten einen dritten Waggon ankoppeln zu können. Außerdem will man bis 2027 auf neue Antriebstechnologien setzen; derzeit verkehren noch Dieselzüge. „Alle anderen Punkte wurden hintangestellt.“

Der zweigleisige Ausbau zwischen Seligenstadt und Hainburg könne viele Verspätungen vermeiden und schnell zu einer Entlastung führen. „Leider gibt es in der Machbarkeitsstudie keine Willensbekundung für eine schnelle Realisierung“, sagt Gerheim. Zusätzlich zum Ausweichgleis könne geprüft werden, ob die Strecke für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt werden kann. Das bedeute kürzere Fahrzeiten, die Gesamttaktung würde sich wesentlich verbessern. Ziel ist ein ganztägiger Halbstundentakt zwischen Babenhausen und Hanau; derzeit verkehrt die Regionalbahn stündlich.

Auch die Signale könnten angepasst werden, was kürzere Schrankenschließzeiten mit sich brächte. Auf lange Sicht könne die geplante nordmainische S-Bahn-Strecke von Frankfurt über Hanau hinaus bis nach Babenhausen verlängert werden.

Gerheim, Simon und Böhn sitzen im Aufsichtsrat der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) Offenbach und haben dort eine vertiefte Prüfung zur Odenwaldbahn beantragt. „Wir wollen dafür sorgen, dass die KVG auf den RMV zugeht“, sagt Gerheim.

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