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Philip Kovce meint: Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein neues Grundrecht.
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Wegen Corona ist bei vielen das Geld knapp.

Finanzielles

Null Euro Novemberhilfe

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Dem Berufsmusiker Marcus Demuth steht Unterstützung zu – doch dabei gibt es Probleme.

Im Mai hatte Marcus Demuth einen düsteren Blick in die Zukunft geworfen. Der Berufsmusiker aus Oberursel hatte darüber sinniert, was passiere, wenn das Verbot von Großveranstaltungen über den 31. August hinaus gelte, bis ins neue Jahr. „Das wäre dann definitiv das Ende vieler Berufsmusiker“, sagte er damals. Nun, in der zweiten Corona-Welle mit all ihren Einschränkungen für Demuths Branche, ist sein Blick nach vorne nicht gerade optimistischer geworden.

Dazu trägt vor allem das Schreiben bei, das er von der Bewilligungsstelle beim Regierungspräsidium Gießen bekommen hat. Dort hatte Demuth für seine Frankfurter Band, die Takanaka Club Band, die vom Staat versprochenen Novemberhilfen beantragt. In der Antwort heißt es: „Aufgrund des im Antrag angegebenen Vergleichsumsatzes in Höhe von 5 553,00 Euro und der voraussichtlichen Dauer von 29 Tagen im November, in denen Sie direkt oder indirekt oder über einen Dritten von den Betriebsschließungen bzw. Betriebsbeschränkungen des Corona-bedingten Lockdowns betroffen sind, wird die Novemberhilfe in Höhe von 0,00 Euro festgesetzt.“

Von Ersparnissen leben

Auf Nachfrage erklärte man ihm, dass es sich um einen – mittlerweile bekannten – Fehler handele, der behoben werde – im Februar. Eine daraufhin verfasste Beschwerde beim Bürgerdialog des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie brachte lediglich eine aus Demuths Sicht „respektlose und schamlose Antwort“. Zwar werden in dieser E-Mail, die der FR vorliegt, auch technische Fehler zugegeben. Vor allem aber wird Demuths Beschwerde als „hoch qualifiziert“ bezeichnet, die insbesondere seine Erwartungshaltung zeige. Der Berufsmusiker wertet diese Sätze als abwertend und ironisch. „Ich habe einfach keine Worte dafür“, sagt Demuth.

Dabei sah er sich nach den Entbehrungen im Frühjahr im Sommer wieder halbwegs im Aufwind. Seine Band konnte ein paar Auftritte absolvieren. Das Gefühl, endlich wieder auf der Bühne zu stehen und seinem Beruf, der ja in diesem Fall eher eine Berufung ist, nachzugehen, „das war etwas, ganz, ganz Besonderes“. Auch ein paar Live-Streaming-Konzerte hat die Band gegeben, Demos für 2021 geschnitten, diverse Gigs für das kommende Jahr organisiert.

Doch dann kamen die erneuten Einschränkungen. „Ich lebe weiterhin von Ersparnissen, außerdem habe ich wieder stundenweise angefangen, in meinem erlernten Beruf als Sozialarbeiter tätig zu werden.“ Seine Hoffnung ruht nun auf der zweiten Jahreshälfte 2021. „Dann wollen wir wieder auftreten können.“

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