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Die rechtsextreme NPD will in Frankfurt und Hanau aufmarschieren.

NPD in Hessen

NPD-Demos zum 1. Mai in Frankfurt und Hanau geplant

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Die rechtsextreme NPD plant für den 1. Mai 2019 einen Doppel-Aufmarsch in Frankfurt und Hanau. Organisator beider Demonstrationen ist der Neonazi Sebastian Schmidtke.

Die rechtsextreme NPD will am 1. Mai 2019 in Frankfurt und Hanau aufmarschieren. Wie ein Sprecher des Frankfurter Ordnungsamtes und ein Sprecher der Stadt Hanau der Frankfurter Rundschau bestätigten, liegen die entsprechenden Anmeldungen seit knapp zwei Wochen vor. 

Die NPD plant demnach zunächst ab 11 Uhr eine Kundgebung am Hanauer Hauptbahnhof und will dann über die Dettinger Straße und die Willy-Brandt-Straße bis zum Marktplatz ziehen. Nach einer Kundgebung wollen die Rechtsextremen dieselbe Route zurück zum Bahnhof nehmen. Um 15.30 Uhr will die NPD ihre Anhänger dann am Frankfurter Ostbahnhof versammeln und über die Hanauer Landstraße und die Berliner Straße bis zum Willy-Brandt-Platz marschieren. Anschließend führt ihre Route wieder zurück zum Ostbahnhof.

Die Aufzüge stehen den Angaben zufolge unter dem Motto „Hanau und Frankfurt sind unsere Städte – Asylbetrüger und kriminelle Ausländer raus“. Die NPD erwartet rund 200 Teilnehmer. Organisator beider Demonstrationen ist nach FR-Informationen der Neonazi Sebastian Schmidtke, stellvertretender Vorsitzender der NPD Berlin und zugleich Mitglied im Parteipräsidium der Bundes-NPD. 

Es ist das erste Mal seit Jahren, dass die NPD versucht, einen größeren Aufmarsch in Frankfurt auf die Beine zu stellen. Die letzte geplante NPD-Demonstration war am 1. Mai 2013 verhindert worden, weil 800 Gegendemonstranten die Gleise zum Ostbahnhof mit einer Sitzblockade über Stunden hinweg versperrt hatten. Weil sie nicht nach Frankfurt gelangen konnten, hatten rund 150 NPD-Anhänger daraufhin spontan in Hanau demonstriert. Dabei war es auch zu Rangeleien mit linken Gegendemonstranten gekommen. 

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