Die Sperrmauer am Edersee.
+
Die Sperrmauer am Edersee.

Urlaub

Nordhessen als Urlaubsort punktet nicht nur mit Edersee und Kellerwald

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
    schließen

Um Frankenberg an der Eder herum erwarten einen erlebnisreichen Tage: Badespaß,Bootsverleih, historische Orte und spannende Bauwerke, Wildtierparks und Natur satt.

Ein Geheimtipp ist die Ferienregion Kellerwald-Edersee wahrlich nicht mehr. Denn wo sonst in Hessen haben Besucher die Qual der Wahl zwischen einem der größten Stauseen Europas und dem Weltnaturerbe Kellerwald? Am Ufer des 27 Kilometer langen Edersees in Nordhessen wird dem Urlauber alles geboten, was es für einen längeren Sommeraufenthalt braucht: Wassersportmöglichkeiten, Kletterwald, Tierpark, aber auch stille Steilufer, die sich bei einer Umrundung des Sees mit dem Fahrrad erkunden lassen.

Bei Sonnenuntergang in der Bringhäuser Bucht.

Die Steilhänge bieten sich auch für Wanderungen an. Apropos steil: Ein Besuch der imposanten Staumauer des Edersees ist ebenfalls lohnenswert. Das 1914 errichtete Bauwerk ist 48 Meter hoch und 400 Meter lang. In Edertal widmet sich dem Bauwerk ein – nicht nur für Technikfans – erstaunlich interessantes Museum. In seinem Schatten befindet sich eine Anlegestelle der Personenschifffahrt, die zu einem Ausflug über den See einlädt. Einen Aquapark gibt es unweit der Staumauer, die nahe Edertal-Edersee liegt.

Wem das zu viel Rummel ist, der kann sich in mehreren Orten am See ein Ruder- oder Tretboot ausleihen und sich eine ruhige Stunde zwischen Seerosen und unter Trauerweiden hindurchtreiben lassen und dazwischen die Füße ins kalte Wasser tauchen.

Der Kellerwald ist Unesco-Weltnaturerbe.

Die Abgeschiedenheit findet auch, wer in den ruhigeren Kellerwald eintaucht. Der mehr als 5700 Hektar große Nationalpark grenzt gleich ans Südufer des Sees und wurde 2011 wegen seiner urigen Buchenwälder von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Trotz der internationalen Bekanntheit geht es in den geschützten Wäldern eher ruhig zu. Keine Straße oder Siedlung zerschneidet den alten Baumbestand, der nicht nur aus Buchen, sondern auch aus Eichen-Trockenwäldern, Block- und Schluchtwäldern besteht. 800 Quellen und Bäche, Felsfluren und Blockhalden bilden den Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Sogar die seltene Pfingstnelke ist hier zu finden. Der Urwald lässt sich auf 20 Rundwanderwegen erkunden, manche sind so ruhig, dass dem Wanderer über Stunden kein anderer Mensch begegnet.

Das ist in Hessen nicht leicht und selbst im dünner besiedelten nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg eine Ausnahme. Denn im vorigen Jahr besuchten etwa 900 000 Gäste den flächenmäßig größten Kreis des Landes. Der Tourismusservice Waldeck-Ederbergland zählte 3,3 Millionen Übernachtungen.

International am bekanntesten sei übrigens der Wintersportort Willingen, verrät Corinna Dilling vom Tourismusservice. Willingen mit seiner Skisprungschanze zieht aber nicht nur im Winter viele Touristen an, sondern punktet auch bei Wanderern und Radfahrern. Gleich dahinter ist der Edersee der stärkste Publikumsmagnet der Region. Mehr natürlich noch in Zeiten, in denen viele Urlaubsorte am Meer pandemiebedingt noch nicht bereist werden können.

Kein Wunder, dass die Tourismusbüros der Region derzeit vermelden: Campingplätze ausgebucht. Auch Ferienwohnungen sind stark nachgefragt. Wie gut, dass die Frankfurter Rundschau einen Hotelaufenthalt in Frankenberg verlost. Frankenberg ist eine gute Basis für Erkundungen der Region Kellerwald-Edersee und auch selbst keine schlechte Adresse. „Frankenberg hat wirklich eine schöne Altstadt“, verspricht Tourismusexpertin Dilling.

Das Hotel „Die Sonne Frankenberg“ liegt mitten in der Altstadt.

Ein echter Hingucker ist auch das 500 Jahre alte Rathaus mit seinen zehn Türmen. Da passt es gut, dass das Hotel „Die Sonne Frankenberg“ in einem Ensemble liebevoll restaurierter Fachwerkhäuser rund um das Rathaus eingebettet ist. Die „Sonne“ ist allein schon einen Aufenthalt wert. Seit 1833 können Gäste dort essen und trinken. Nach einer umfassenden Denkmalsanierung im Jahr 2007 können sie direkt am Marktplatz auch übernachten. Drei Restaurants, ein Spa, eine Cocktailbar mit Kaminlounge und hoteleigene Oldtimer machen den Aufenthalt in der nordhessischen Stadt zu einem echten Erlebnis. Viel schöner kann man Ferien im Hessenland wohl nicht erleben.

Kommentare