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Herbstlaub ist   in Frankfurt  zwischen den Speichen eines Fahrrades am Straßenrand zu sehen. (Symbolfoto)
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Herbstlaub ist in Frankfurt zwischen den Speichen eines Fahrrades am Straßenrand zu sehen. (Symbolfoto)

Verkehr in Frankfurt

Nidda-Uferweg wird komplett gesperrt

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Am Westkreuz Frankfurt sind vier Brücken der Autobahnen A5 und A648 marode. Dass der Nidda-Uferweg wegen der Baustelle gesperrt werden soll, ärgert den ADFC und Stadtpolitiker.

Die vier Brücken, auf denen die Fahrzeuge auf den Autobahnen A5 und A648 am Westkreuz Frankfurt über die Nidda fahren, sind in einem schlechten Zustand. Das teilte die hessische Straßenverwaltung Hessen Mobil mit. In den Worten der Straßenbehörde: „Der verwendete Spannstahl ist spannungsrisskorrosionsgefährdet.“

Die „Restnutzungsdauer“ läuft 2019 aus. Spätestens dann müssen die Brücken saniert oder neu gebaut sein. Dafür stellt Hessen Mobil derzeit detaillierte Pläne auf - und hat sie dem Ortsbeirat 6 in ersten Zügen bereits vorgestellt.

Die Pläne betreffen auch die Einrichtung von Baustellen entlang der Nidda, auf der Nieder und der Sossenheimer Seite. Dort führt der Nidda-Uferweg entlang, Grüne Weide und An der Nidda heißen die Straßen. Während der Arbeiten würden die „Uferwege komplett gesperrt“, heißt es derzeit bei Hessen Mobil.

Das alarmiert den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Frankfurt. Der Nidda-Uferweg werde „komplett nutzlos“, sagte ADFC-Sprecher Bertram Giebeler. „Der gesamte westliche Teil des Grüngürtels, das Herzstück der Naherholungs-Infrastruktur, wäre zwischen Nied und Rödelheim in zwei Teile gespalten und praktisch funktionslos“, sagte er.

Dabei sei der Nidda-Uferweg nicht nur Erholungsraum für Spaziergänger und Radfahrer, er werde auch von zahlreichen Pendlern auf dem Weg zur Arbeit genutzt.

Schon im Januar und Februar 2018 will Hessen Mobil mit den Rodungen für die Errichtung der Baustellen beginnen. Dann sollen zwische April und Oktober Kampfmittelräumer nach Weltkriegsbomben suchen und die vorhandenen Leitungen im Boden verlegen. Die Verkehrsteilnehmer auf den Autobahnen A5 und A648 am Westkreuz Frankfurt würden davon nur wenig mitbekommen. Es soll laut Hesse Mobil „nur minimale Einschränkungen“ geben. Alle Fahrstreifen blieben erhalten.

„Nicht nur Autobahnen sind wichtige Verkehrswege“, sagte ADFC-Sprecher Bertram Giebeler. Etwaige Umleitungen sollten von kurzer Dauer sein und möglichst geringe Umwege mit sich bringen.

Im Verkehrsausschuss des Römers sprangen ihm Politiker bei. Es sei ein „echtes Problem, beide Seiten der Nidda zu sperren“, sagte Angela Hanisch (Grüne). „Wenn da gebaut wird, haben wir keinen Grüngürtelradweg mehr“. Martin Daum (CDU) sagte: „Es ist in Frankfurter Interesse, dass nicht nur der Verkehr auf der Autobahn funktioniert.“

Hessen Mobil teilte auf Nachfrage mit, das Konzept für die Umleitungen sei noch nicht abschließend mit der Stadt Frankfurt - genauer: dem Radfahrbüro im Straßenverkehrsamt - abgestimmt. Sobald Konzept und Bauzeiten „final“ seien, werde Hessen Mobil umfassend über das Projekt informieren.

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