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Die große Flussfahrt - an Rhein, Mosel, Saar und Nahe

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Von: Michael Bayer

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Mit der Bahn die Hochmoselbrücke unterqueren.
Mit der Bahn die Hochmoselbrücke unterqueren. © Thomas Frey/dpa

Zugegeben: Wer unsere Flusstour komplett fährt, ist einen großen Teil des Tages unterwegs. Aber das lohnt sich. Hier ist eine Strecke schöner als die andere. Und von Frankfurt aus mit nur zwei Umstiegen machbar.

Bahntouren entlang von Flüssen sind etwas ganz Besonderes. Wasser, Wiesen und Wälder ziehen an den Fenstern vorbei. Unsere Tour führt Sie gleich an vier Flüsse: Rhein, Mosel, Saar und Nahe. Natürlich lässt sich die Strecke auch auf mehrere Tagestouren aufteilen – und beispielsweise das letzte Stück in Gegenrichtung bereisen.

Die Loreley, der berühmte 132 Meter hohe, steile Schieferfelsen am rechten Rheinufer bei Sankt Goarshausen, ist von der gegenüberliegenden, linken Rheinstrecke gut zu sehen. Von Frankfurt am Main bringt uns der RE2 in das Obere Mittelrheintal – ein Unesco-Weltkulturerbe. Die Fahrt über Mainz, Bingen und Boppard bis nach Koblenz dauert knapp zwei Stunden. 

Am Deutschen Eck biegen wir auf die wundervolle Moselstrecke ein. Die Gleise folgen eng dem Flussverlauf und schlängeln sich entsprechend. Brücken unterschiedlichster Bauweisen sind zu sehen – und natürlich laden viele Weinorte zum Zwischenstopp ein. Der RE1 mit Start in Koblenz dreht eine ausgesprochen große Runde: über Trier mit seiner historischen Altstadt, Saarbrücken und Kaiserslautern nach Mannheim. Bis nach Saarbrücken dauert es gut zweieinhalb Stunden.

In Saarbrücken steigen wir zum zweiten Mal um – und zwar in den RE3. Er führt uns entlang der Nahe über Idar-Oberstein und Bad Kreuznach weiter nach Mainz und dann direkt zurück bis zum Ausgangspunkt in Frankfurt. Dieser Abschnitt dauert drei Stunden.

Mit der Regionalbahn durch das Obere Mittelrheintal.
Mit der Regionalbahn durch das Obere Mittelrheintal. © istock

Bahntouren mit dem Neun-Euro-Ticket

Live-Fernsehen im Zugfenster. Möglichst schnell und minutengenau von A nach B war gestern – das Neun-Euro-Ticket macht den Weg zum Ziel. Eine Gesamtschau.

Bahntouren (1): Die große Flussfahrt - an Rhein, Mosel, Saar und Nahe. Zugegeben: Wer unsere Flusstour komplett fährt, ist einen großen Teil des Tages unterwegs. Aber das lohnt sich. Hier ist eine Strecke schöner als die andere. Und von Frankfurt aus mit nur zwei Umstiegen machbar.

Bahntouren (2): Mitten durch den tiefen Odenwald. Grün soweit das Auge reicht. Unendlich viele Wandermöglichkeiten. Und eine Strecke, die zum großen Teil denkmalgeschützt ist: die Odenwaldbahn. Mit Stopp in Heidelberg.

Bahntouren (3): Quer durchs Frankenland. Die Bahnstrecke von Frankfurt nach Bamberg ist so schön, dass sie wie von Tourismusbüros erfunden scheint.

Bahntouren (4): Mit dem Bähnchen in den Hunsrück. Viele Nebenstrecken sind in den vergangenen Jahrzehnten geschlossen worden. Wenigstens teilweise überlebt hat die Hunsrückbahn, die angeblich steilste Bahnstrecke Deutschlands.

Was ist Ihre Lieblingsstrecke? Die Frankfurter Rundschau schlägt Ihnen auf dieser Doppelseite einige Bahntouren vor, die der Redaktion als besonders reizvoll erscheinen. Da das Neun-Euro-Ticket ganze drei Monate lang Zeit bietet, neue Gegenden zu erkunden, fragen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser: Was ist Ihre Lieblingsstrecke im Bahnverkehr? Und was finden Sie an ihr so reizvoll? Bitte schreiben Sie uns Ihre Vorschläge – am besten per E-Mail an die Adresse stadtredaktion (at) fr.de mit dem Stichwort „Meine Lieblingsstrecke“. Die Redaktion sammelt Ihre Einsendungen und stellt ausgewählte Ideen vor.

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