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Mitten durch den tiefen Odenwald

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Von: Michael Bayer

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Die Odenwaldbahn wurde im Jahr 2005 aufwendig modernisiert.
Die Odenwaldbahn wurde im Jahr 2005 aufwendig modernisiert. © Andreas Arnold

Grün soweit das Auge reicht. Unendlich viele Wandermöglichkeiten. Und eine Strecke, die zum großen Teil denkmalgeschützt ist: die Odenwaldbahn. Mit Stopp in Heidelberg.

Die Hessische Odenwaldbahn verbindet die Großstädte Frankfurt, Darmstadt und Hanau mit den Gemeinden des Mittelgebirges. Die eingleisige, 120 Kilometer lange Strecke durchquert den kompletten Odenwald und endet in Baden-Württemberg bei Eberbach am Neckar. Pendelnde sind dort genauso häufig unterwegs wie zahlreiche touristische Gäste – nicht selten mit ihren Fahrrädern. 

Zwischen Erbach und Eberbach südlichen Ende gilt die Strecke als besonders eindrucksvoll. Hervorzuheben sind das historische Himbächel- viadukt und weitere sehenswerte Brücken. Einer der drei Tunnel – der Krähbergtunnel mit einer Länge von 3,1 Kilometern – ist der längste eingleisig befahrene Tunnel Deutschlands auf einer Regelspur. Große Teile der Odenwaldbahn gelten als denkmalgeschützt.

Von Frankfurt nach Darmstadt rollen viele Züge: der Regionalexpress 60, die Regionalbahnen 67/68 sowie die S-Bahn S3. Die Fahrt mit der Odenwaldbahn selbst von Darmstadt über Höchst und Michelstadt nach Eberbach in der Regionalbahn 81 dauert knapp zwei Stunden. 

Entlang des Neckars verkehren ab Eberbach mehrere S-Bahnen nach Heidelberg, das mit seinem Schloss selbstverständlich auch stets einen Besuch wert ist. Von der Universitätsstadt aus geht es schließlich zurück entlang der Bergstraße über Heppenheim, Bensheim und Darmstadt nach Frankfurt. Die Regionalbahn 68 benötigt dafür etwa 90 Minuten.

Bahntouren mit dem Neun-Euro-Ticket

Live-Fernsehen im Zugfenster. Möglichst schnell und minutengenau von A nach B war gestern – das Neun-Euro-Ticket macht den Weg zum Ziel. Eine Gesamtschau.

Bahntouren (1): Die große Flussfahrt - an Rhein, Mosel, Saar und Nahe. Zugegeben: Wer unsere Flusstour komplett fährt, ist einen großen Teil des Tages unterwegs. Aber das lohnt sich. Hier ist eine Strecke schöner als die andere. Und von Frankfurt aus mit nur zwei Umstiegen machbar.

Bahntouren (2): Mitten durch den tiefen Odenwald. Grün soweit das Auge reicht. Unendlich viele Wandermöglichkeiten. Und eine Strecke, die zum großen Teil denkmalgeschützt ist: die Odenwaldbahn. Mit Stopp in Heidelberg.

Bahntouren (3): Quer durchs Frankenland. Die Bahnstrecke von Frankfurt nach Bamberg ist so schön, dass sie wie von Tourismusbüros erfunden scheint.

Bahntouren (4): Mit dem Bähnchen in den Hunsrück. Viele Nebenstrecken sind in den vergangenen Jahrzehnten geschlossen worden. Wenigstens teilweise überlebt hat die Hunsrückbahn, die angeblich steilste Bahnstrecke Deutschlands.

Was ist Ihre Lieblingsstrecke? Die Frankfurter Rundschau schlägt Ihnen auf dieser Doppelseite einige Bahntouren vor, die der Redaktion als besonders reizvoll erscheinen. Da das Neun-Euro-Ticket ganze drei Monate lang Zeit bietet, neue Gegenden zu erkunden, fragen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser: Was ist Ihre Lieblingsstrecke im Bahnverkehr? Und was finden Sie an ihr so reizvoll? Bitte schreiben Sie uns Ihre Vorschläge – am besten per E-Mail an die Adresse stadtredaktion (at) fr.de mit dem Stichwort „Meine Lieblingsstrecke“. Die Redaktion sammelt Ihre Einsendungen und stellt ausgewählte Ideen vor.

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