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Sebastian Sommer, neuer Vorsitzender der hessischen Jungen Union (JU).

Politik

Neuer JU-Chef: Soziale Medien für Politiker unerlässlich

Die Junge Union wünscht sich eine deutliche Verjüngung der CDU in Hessen - nicht bei den handelnden Personen, sondern auch bei der Präsentation ihrer Botschaften.

Der neue Vorsitzende der hessischen Jungen Union (JU), Sebastian Sommer, fordert verständlichere Botschaften und einen stärkeren Einsatz von Twitter, Facebook und Instagram in der Politik. "Ich bin der Meinung, dass es dazu gehört, dass ein Politiker über die sozialen Medien kommuniziert", sagte der 25-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. "Gerade meine Generation informiert sich hauptsächlich darüber." Deshalb sei das unerlässlich für einen Politiker, der mit seinen Botschaften auch junge Leute erreichen wolle.

Twitter sei mit seinen 280 zur Verfügung stehenden Zeichen zwar nicht geeignet, direkt mit den Bürgen zu kommunizieren und komplexere Sachverhalte konkret zu verbreiten, schränkte Sommer ein. "Aber es gehört selbstverständlich in der Politik dazu, um schnell zu reagieren." Die Seiten von Facebook würden bereits gut bespielt. "Aber bei den unter 25-Jährigen spielt gerade Instagram eine enorme Rolle", betonte der JU-Chef. "Da wird Politik auch in Bildern verpackt mit kurze Botschaften. Ich benutze das auch regelmäßig. Da haben wir noch unglaublich viel Potenzial."

In der Politik müsse grundsätzlich klarer kommuniziert werden, "damit der Bürger weiß, wo er dran ist", forderte der Vorsitzende der CDU-Jugendorganisation, der seit Juni im Amt ist. "Ich habe oft den Eindruck, dass es bei den Menschen nicht ankommt, wie es in der Politik formuliert wird." Als gutes Beispiel nannte Sommer Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dieser stehe mit seinen Aussagen zwar oft in der Kritik, stehe aber in einem kritischen Themenfeld für klare Worte und eine klare Haltung.

Ex-Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe bei ihrer Rede vor der Wahl zur EU-Kommissionspräsidentin dagegen einen klaren Kompass vermissen lassen, wo sie wirklich steht, kritisierte Sommer. Er habe den Eindruck gehabt, von der Leyen sei es nur darum gegangen, es allen Recht machen zu wollen.

Der neue JU-Vorsitzende wünscht sich eine deutliche Verjüngung der CDU in Hessen als Partei und auch in der Landtagsfraktion. "Wir haben zwar jetzt zwei JU-ler in den Landtag reingebracht. Die werden aber im Laufe der Legislaturperiode 35 Jahre alt und sind dann keine Mitglieder mehr bei uns." Es gebe sehr viele Aktive im hohen Alter und auch die Junge Union. "Aber dazwischen fehlt es schon." (dpa)

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