Das Fahndungsplakat der Polizei im Fall Nilüfer Görgü.
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Das Fahndungsplakat der Polizei im Fall Nilüfer Görgü.

Mordfall in Eppertshausen

Neuer Anlauf im Fall Nilüfer Görgü

Vor fünf Jahren erschoss ein Unbekannter die Mutter zweier Kinder auf einem Parkplatz in Eppertshausen. Jetzt wird sich die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ mit dem bis heute ungelösten Fall befassen.

Von Sonja Jordans

Am 25. Januar 2012 jährt sich der Mord an Nilüfer Görgü zum fünften Mal. Die Mutter von zwei Kindern war im Winter 2007 gegen 12.30 kurz nach dem Verlassen ihrer Arbeitsstätte auf einem Parkplatz im südhessischen Eppertshausen erschossen worden. Fünf Neun-Millimeter-Geschosse trafen die Frau in Gesicht, Arm, Handgelenk und Oberkörper. Vier der Schüsse seien tödlich gewesen, so Sebastian Zwiebel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt.

Der Mörder der 38-Jährigen wurde bis heute nicht gefunden. Nun wird er wieder gesucht, unter anderem erhoffen sich die Ermittler Hinweise durch eine Fernsehsendung.

„Es gab zunächst umfangreiche Ermittlungen im Kreis der Familie“, so Zwiebel. Es habe sich jedoch kein Tatverdacht ergeben. Der Ex-Mann des Opfers befand sich zur Tatzeit nachweislich in der Türkei, zudem habe er keinen Kontakt mehr zu Nilüfer Görgü gehabt. Der Lebensgefährte der Getöteten habe sich ebenfalls „weit weg vom Tatort“ aufgehalten, sagt Zwiebel.

Thema bei Aktenzeichen XY

Im Sommer 2010 habe eine Sonderkommission beim Polizeipräsidium Südhessen die Ermittlungen in dem Fall neu aufgenommen. Grundlage seien neue Erkenntnisse gewesen, heißt es.
Am Mittwoch, 14. Dezember 2011, wird sich nun die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ mit dem bis heute ungelösten Fall befassen. „Wir hoffen, dass sich vielleicht Zeugen melden, die damals etwas mitbekommen, dem aber womöglich keine Bedeutung beigemessen haben“, erläutert Zwiebel.

Auch eine Plakataktion im Landkreis Darmstadt-Dieburg, zu dem Eppertshausen gehört, soll die Tat wieder ins „Bewusstsein der Bevölkerung rücken“ und mögliche Zeugen mobilisieren, heißt es von der Polizei.

Ein Bruder der Getöteten hatte im Januar 2010 außerdem einen Aufruf in einer türkischen Tageszeitung veröffentlicht, in dem er um Hinweise auf den oder die Täter bat. Damals war eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt worden.

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