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Bad Vilbel

Neue Wohnungen für Dortelweil-West

  • Andreas Groth
    VonAndreas Groth
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Für geringe, mittlere und hohe Einkommen errichtet der Stadtwerke-Eigenbetrieb ab Herbst drei Mietshäuser. Wer nicht aus Bad Vilbel kommt, hat aber schlechte Karten.

Von Herbst an will der Immobilien-Eigenbetrieb der Stadtwerke Bad Vilbel 73 Wohnungen in Dortelweil-West errichten. Davon sind rund 50 Wohneinheiten für Mieter mit einem niedrigen oder mittleren Einkommen vorgesehen. Insgesamt drei Häuser sollen auf einer rund 5500 Quadratmeter großen Fläche an der Konrad-Adenauer-Allee, Ecke Margeritenstraße, entstehen. In fußläufiger Entfernung liegt die Europäische Schule Rhein-Main, 300 Meter westlich verläuft die B3.

Zwischen der B3 und der Konrad-Adenauer-Allee ist Wohnbebauung schon im großen Stil realisiert worden. Das geschah bei der Entwicklung des Baugebietes Dortelweil-West von Mitte der 1990er Jahre bis etwa 2006. In diesem Zeitraum wurden auf 80 Hektar einstigem Ackerboden rund 900 Wohneinheiten in Eigenheimen und wenigen Geschossbauten errichtet. Laut dem Leiter des Immobilien-Eigenbetriebs, Stadtrat Klaus Minkel (CDU), sollen nun 24 Zwei-Zimmer-, 31 Drei-Zimmer- und 18 Vier-Zimmer-Wohnungen hinzukommen. Sie sind barrierefrei und alle mit dem Fahrstuhl zu erreichen. Die Häuser verfügten über eine Wärmedämmung nach neuem Standard, so dass nur niedrige Heizkosten anfielen, sagt Minkel. Sämtliche Stellplätze seien in einer Tiefgarage. So bleibe „reichlich Grün“ übrig.

Bei den Mieten ist eine Staffelung geplant, die verschiedene soziale Milieus anspricht. Dementsprechend soll die Kaltmiete bei einem guten Drittel der Wohnungen etwa 7,90 Euro pro Quadratmeter betragen. Bei einem weiteren Drittel ist eine Miete von rund 8,90 Euro anvisiert. Öffentliche Fördermittel will der Eigenbetrieb aber nicht in Anspruch nehmen. „Rund 50 Wohnungen werden nicht kostendeckend vermietet“, sagt Minkel. Man könne zurzeit für acht oder neun Euro keine Neubauwohnungen kostendeckend vermieten. Deswegen müsse der Immobilien-Eigenbetrieb die übrigen Wohnungen, wozu auch Penthouse-Wohnungen mit Dachterrassen gehören, zu höheren Preisen vermieten. Der CDU-Politiker nennt hier einen Quadratmeter-Preis von ungefähr elf Euro.

SPD erarbeitet Konzept

Wer nicht jetzt schon in Frankfurts Nachbarstadt wohnt, hat allerdings schlechte Chancen, an eine der Wohnungen zu kommen. „Die Stadtwerke werden ausschließlich an Bad Vilbeler vermieten, allenfalls noch an in Bad Vilbel Berufstätige“, äußert Minkel. Es sei unmöglich, „Frankfurter Versäumnisse im Wohnungsbau in Bad Vilbel auszugleichen“. Die Baukosten beziffert der Eigenbetriebsleiter auf mehr als zehn Millionen Euro. Ende 2018 sollen die Gebäude fertig sein.

SPD-Fraktionschef Christian Kühl bezeichnet die Pläne als einen „Anfang, aber bei weitem noch nicht ausreichend“. Im Stadtparlament hatte die SPD Mitte Februar beantragt, bis einschließlich 2019 mehr als zehn Millionen Euro für die Planung und den Bau von gefördertem Wohnraum einzuplanen. Die Stadt müsse als Bauherr und Vermieter der Wohnungen auftreten. CDU, FDP und Freie Wähler lehnten den Antrag jedoch ab.

Kühl kündigte an, die SPD in Bad Vilbel werde 2017 ein Konzept vorlegen, wie mehr bezahlbarer Wohnraum in der Quellenstadt geschaffen werden kann. Bezahlbar ist Wohnraum nach Meinung des Politikers dann, wenn die Warmmiete höchstens ein Drittel des Nettoeinkommens kostet. Dem entspreche in den meisten Fällen eine Miete von acht bis neun Euro pro Quadratmeter.

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