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Ernsthafte Alternative? Der Hamburger VWL-Professor Bernd Lucke auf der Versammlung der AfD in Oberursel.
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Ernsthafte Alternative? Der Hamburger VWL-Professor Bernd Lucke auf der Versammlung der AfD in Oberursel.

Parteigründung

Neue Partei gegen den Euro

"Alternative für Deutschland" will den Euro abschaffen. Jetzt lud die neugegründete Partei zu ihrer ersten öffentlichen Versammlung nach Oberursel und mehr als 1000 Gäste kamen.

Von Volker Schmidt

Mehr Besucher als von den Veranstaltern erwartet hat am Montagabend die erste öffentliche Versammlung der neuen Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Oberursel angelockt. Die vorgesehenen rund 500 Plätze in der Stadthalle reichten nicht; der Raum musste erweitert werden, um mehr als 1000 Gäste aufzunehmen.

Angekündigt war die Versammlung ursprünglich von der Initiative Wahlalternative 2013, die eng mit der in Gründung befindlichen AfD zusammenarbeitet. Weil das Medieninteresse an der neuen, euroskeptischen Partei wuchs, die an der Bundestagswahl im September teilnehmen will, wurde aus dem Treffen mehr oder weniger zufällig deren erste Großveranstaltung.

Einer der Partei-Gründer, der Hamburger Hochschullehrer Bernd Lucke, erläuterte die Ziele der AfD – allen voran die „Wiedereinführung nationaler Währungen“. Also: Weg mit dem Euro, wir wollen unsere gute alte D-Mark wiederhaben – allerdings nicht gleich, zunächst müssten die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Die Partei sieht sich als eurokritisch, nicht als europafeindlich: Die Probleme mit der Gemeinschaftswährung schadeten dem Zusammenhalt der Staaten, erwiesen sich als „Spaltpilz“, so Lucke. Das zeigten etwa die wütenden Proteste gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Griechenland. Der ehemalige Tübinger Wirtschaftsprofessor Joachim Starbatty, ebenfalls AfD-Mitgründer, kritisierte Merkels These von der „Alternativlosigkeit“ der Euro-Rettung: „Politik lebt von Alternativen.“

Zu den Gründern der AfD gehören neben dem langjährigen CDU-Mitglied Lucke und Starbatty, einst Referent der Bundestagsfraktion der Union, viele weitere konservative Intellektuelle, die von der Euro-Politik der schwarz-gelben Koalition im Bund enttäuscht sind. In Oberursel mit dabei war auch Alexander Gauland, einst hessischer Staatssekretär in der Staatskanzlei unter Ministerpräsident Walter Wallmann (CDU). Er kritisiert schon lange einen aus seiner Sicht zu wenig konservativen Kurs der Union.

Die Protagonisten der neuen Gruppierung, die im April in Berlin ihren Gründungsparteitag abhalten will, stammen zu großen Teilen aus angegrauten Unions-Kreisen. Chancen könnte die AfD aber auch unter abtrünnigen FDP-Stammwählern haben.

Und am ganz rechten Rand: Rechtspopulistische Internetportale wie PI-News zeigten großes Interesse an der Veranstaltung. Und vor dem Saal in Oberursel bekamen Besucher einen „Null-Euro-Schein“ überreicht, der sich als Flugblatt der rechtsextremen NPD entpuppte.

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