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Neue Lagerflächen für Betriebshof

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Wegfall diverser Plätze muss kompensiert werden / Warten auf Entscheidungen

bad Homburg - Seit ein paar Jahren schon liest sich der Passus „Prognose“ für den Betriebshof im städtischen Beteiligungsbericht phasenweise wie ein Hilferuf. Ein großes Problem: der Platz. Betroffen sind sowohl die Wertstoffhöfe, wobei es seit Montag ja ohnehin nur noch einen gibt, als auch die beschränkten Lagerflächen. Das Vickers-Areal steht nicht mehr zur Verfügung; seit der Vorbereitung für die in wenigen Tagen beginnende Erweiterung der Kläranlage Ober-Eschbach sind auch die dortigen Kapazitäten weggefallen.

Derzeit geht der Beteiligungsbericht für das Jahr 2021 durch die Gremien. Und der Betriebshof verschärft darin nochmals den Ton: Die Situation beim Thema Wertstoffhof „entspannt sich auch auf absehbare Zeit nicht, da die Planung eines neuen zentralen Hofes aufgrund politischer Diskussionen über mehr als ein Jahr nicht weitergeführt werden konnte.“ Auch jetzt gibt es zwar ein Konzept, aber noch keinen Beschluss zum Bau, geschweige denn einen konkreten Auftrag. Doch durch den Neubau der Kläranlage sind nicht nur der Wertstoffhof und der Lagerplatz „Am Sauereck“ weggefallen. So heißt es im Bericht: „Zusätzlich muss der Lagerplatz in der Steinmühlstraße geräumt werden, und ein angemieteter Platz an der Südumgehung wird aufgrund einer bevorstehenden Nutzungsänderung voraussichtlich auch noch entfallen.“

Man kommt im Frühjahr zu dem Schluss: „Damit stehen dem Betriebshof keinerlei Möglichkeiten mehr offen, Grünschnitt zu lagern, Baustoffe zu bevorraten oder Container sowie Anhänger abzustellen. Trotz vielfacher Bemühungen wurden Vorschläge für alternative Gelände bisher immer abschlägig beschieden.“

Das Hauptgelände in der Nehringstraße biete aufgrund der starken Überbelegung durch die Stadtbusse ebenfalls keine Alternativflächen. Es liest sich dramatisch. „Dieser bevorstehende Wegfall nahezu aller Lagerflächen kann sich für den Eigenbetrieb zu einer ernsthaften Bedrohung entwickeln. Ohne die Möglichkeit, zum Beispiel Grünschnitt aus Auftragserledigungen zwischenzulagern, können städtische Flächen durch uns kaum noch bewirtschaftet werden. Auch die fehlende Möglichkeit, unter anderem Transportcontainer und Baumaterialien Baustellen-nah lagern zu können, torpediert die entsprechenden Aufträge und verteuert damit auch die Leistungserbringung.“

„Inzwischen haben wir drei Ausweichflächen gefunden“, erklärt Stadtsprecher Marc Kolbe auf Nachfrage. So könnten auf dem als Erdaushub-Zwischenlager gedachten Areal am Massenheimer Weg, gegenüber der Kläranlage, auch einige der dringend benötigten Container aufgestellt werden. „Außerdem können wir ein Grundstück zwischen B&K-Kreuzung und Autobahn nutzen, um dort Baumschnitt zu lagern“, informiert Kolbe.

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