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Oliver Gröll (55) sagt, er verlasse die Neu-Isenburger CDU im Guten.

Neu-Isenburg

Neu-Isenburg: Parteiwechsel wegen Verkehrspolitik

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Oliver Gröll verlässt die Neu-Isenburger CDU und tritt den Grünen bei. Letztere seien in den Themen Umwelt und Verkehr „konsequenter“.

Der stellvertretende Vorsitzende der Neu-Isenburger CDU, Oliver Gröll, wechselt zu den Grünen. Er lege zum 31. Mai sämtliche Ämter und sein Stadtverordnetenmandat nieder, teilten die Grünen mit. Gröll ist Vorsitzender des Bauausschusses und des Friedhofzweckverbands. Die Parteibasis der CDU hatte ihn im November 2019 zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Der 55-Jährige begründet seinen Entschluss vor allem mit den Themen Verkehrs- und Umweltpolitik. In diesen Bereichen seien die Grünen „konsequenter“ als seine bisherige Partei, der er über zwanzig Jahre lang angehört hat. Auch die Diskussion um die Regionaltangente West (RTW), die durch Neu-Isenburg verlaufen soll, habe zu seiner Entscheidung, die lange gereift sei, beigetragen, so Gröll: Dass sich immer mehr Autos in den Städten drängen, könne „keine Kommune noch lange ertragen“.

Die Grünen zeigten sich „hocherfreut“: Die „tiefe kommunalpolitische Erfahrung“ Grölls sei eine Bereicherung. Bei der CDU heißt es, man bedauere „diesen für uns alle absolut überraschenden Schritt sehr“.

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