+
Was krabbelt denn da?

Artenvielfalt

Naturschützer starten in Hessen Insektenzählung

Die Naturschutzorganisation Nabu ruft zur Insektenzählung auf. Eine Stunde lang soll gezählt werden.

Vom Insektensterben und Insektenschutz ist derzeit oft die Rede. Unter dem Motto "Zählen, was zählt" hat nun die Naturschutzorganisation Nabu zur Insektenzählung aufgerufen, um mehr über die Artenvielfalt in Hessen zu erfahren. Wer daran teilnehmen möchte, kann vom 31. Mai bis 9. Juni vor der Haustür, im Park, an Gewässern, im Garten oder sogar auf dem Balkon das Insektenleben unter die Lupe nehmen.

Viele Menschen hätten Angst, etwas Falsches zu melden, sagte der hessische Nabu-Landesvorsitzende Gerhard Eppler. Doch egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling - jedes gesehene und erkannte Insekt könne gemeldet werden. Damit die Vielfalt der Insekten aber überschaubar bleibt und vergleichbare Daten gesammelt werden können, sollen die Teilnehmer nach acht Kernarten Ausschau halten. So kann nach Angaben der Naturschützer am Ende erkannt werden, wo die eigentlich weit verbreiteten Arten möglicherweise gänzlich fehlen.

Für die erste Zählung handelt es sich bei diesen Arten um Tagpfauenauge, Admiral, Asiatischer Marienkäfer, Hainschwebfliege, Steinhummel, Lederwanze, Blutzikade und Gemeine Florfliege. Eine Stunde lang soll gezählt werden. "Um möglichst viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und möglichst windstiller Tag am besten geeignet", sagte Eppler. Das Beobachtungsgebiet sollte allerdings nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung. Hilfe beim Erkennen der Insekten bietet eine App von Nabu. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare